Schinznach

Im Beisein vieler Schülerinnen und Schüler wurde der Grundstein für ihre Zukunft gelegt

Nach dem Abriss des alten Schulhauses im Sommer, ist nun der Baustart für das neue erfolgt. Die Ksoten für den Neubau betragen 6,45 Millionen Franken.

Wo einst das alte Schulhaus mit der Aula stand, klafft jetzt eine Baugrube. Im Sommer wurde das fast 100 Jahre alte Realschulhaus mit Aula abgerissen. Schinznach braucht mehr Raum für die Schule, ein Schulhaus-Neubau war unumgänglich.

Möglicherweise entscheiden sie in ein paar Jahrzehnten über die Sanierung des Primarschulhauses, das jetzt gebaut wird: Die vielen Primarschülerinnen und Primarschüler, die gestern Vormittag die Grundsteinlegung für das neue Primarschulhaus mit Aula musikalisch begleitet haben.

Die Kinder haben aber nicht nur zwei Lieder für die Grundsteinlegung mitgebracht, sondern auch Zeichnungen. Diese wurden von Spengler Peter Furter in eine Zeitkapsel gesteckt. Zu den Zeichnungen kam die Rede, die Gemeindeammann Urs Leuthard gestern an der Grundsteinlegung hielt.

Weiter in die Box gesteckt wurden eine aktuelle Ausgabe der Aargauer Zeitung, das Festspiel von der Einweihung der ehemaligen Aula im Jahr 1923 sowie vom Verein Kulturgrund ein Plakat mit Erinnerungen an die Aula. «Disco 1989» steht da zum Beispiel, oder «Jugendriege».

Neues Gebäude erfüllt Bedürfnisse der Schule

«Beim Abbruch in einigen Jahrzehnten kommt dann möglicherweise diese Kiste hervor. Die Leute werden staunen, mit was für Problemen wir uns beschäftigt haben», sagte Gemeindeammann Urs Leuthard in seiner Ansprache, zu der sich auch einige Leute aus dem Dorf eingefunden hatten.

«Mit dieser Zeremonie legen wir den Grundstein für unsere zukünftigen Schülerinnen und Schüler», sagte er. «Wir wollen in Schinznach in Bildung und in die Zukunft investieren.»

Mit dem neuen Schulhaus könne man die Ansprüche der heutigen Schule erfüllen. Denn die Art zu unterrichten hat sich verändert. In die neuen Schulräume ziehen darum auch moderne Lehrmittel ein – Stichwort Digitalisierung. «Das neue Schulhaus soll vor allem die Bedürfnisse der Schule abdecken», hielt Leuthard fest. «Es soll aber auch den Vereinen, der Bevölkerung und der Kultur zur Verfügung stehen.»

Damit es überhaupt zu dieser Grundsteinlegung kommen konnte, war ein langer Atem vonnöten. Im Jahr 2014 wurde eine Raumanalyse durchgeführt. Sie brachte zutage, dass es für die Schule mehr Platz braucht. In der Folge wurde ein erstes Projekt ausgearbeitet. Der Kredit dafür wurde aber an der Gemeindeversammlung im Sommer 2017 abgelehnt. Ein Jahr später sagten die Stimmberechtigten an der gut besuchten Versammlung deutlich Ja zu einem Verpflichtungskredit von 6,45 Millionen Franken. Ein Ja zum neuen Schulhaus sei ein Ja zu Schinznach, ein Ja zum Schenkenbergertal, hiess es damals an der Versammlung.

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