Energieversorgerin IBB

Im Bilander entstehen 30 Mietwohnungen: Wer das Rennen gemacht hat und was gebaut wird

Das Siegermodell zeigt die drei zurückgestaffelten Baukörper.

Das Siegermodell zeigt die drei zurückgestaffelten Baukörper.

Jetzt steht fest, wer die Überbauung der Brugger Energieversorgerin IBB realisieren kann.

Keine einfache Aufgabe: Im Quartier Bilander zwischen den heute höchsten Gebäuden der Stadt Brugg und dem Bahndamm will die Energieversorgerin IBB eine Überbauung mit Mietwohnungen im mittleren und höheren Preissegment erstellen lassen. CEO Eugen Pfiffner sowie Projektleiter Peter Menziger haben den Medienvertretern am Freitagabend im Salzhaus das Ergebnis des Studienauftrag-Wettbewerbs vorgestellt. Total sechs Architekturbüros (vier aus Brugg, eines aus Baden und eines aus Zürich) wurden Anfang Jahr zur Wettbewerbsteilnahme eingeladen. Das Rennen machte das Team der Liechti Graf Zumsteg AG aus Brugg mit dem überarbeiteten Projekt Wolkenschattenboot.

Wichtig war dem siebenköpfigen Beurteilungsgremium unter dem Vorsitz von Martin Sacher, Verwaltungsratspräsident der IBB Holding AG, ein Projekt zu finden, das gut ins Quartier passt, architektonische und funktionale Qualitäten aufweist sowie in Sachen Energieeffizienz einen zukunftsweisenden Charakter hat. «Wir haben bewusst verschiedene Ansätze gesucht. Deshalb haben wir auch noch ein Zürcher Büro eingeladen», sagte CEO Eugen Pfiffner. Das Bilander-Quartier zeichnet sich durch eine heterogene Bauweise aus mit Hochhaussiedlung, Einfamilien- und Reiheneinfamilienhäusern. Die Parzelle in Dreiecksform am Ende der Seidenstrasse – zwischen Zimmermannstrasse und Hummelweg – mit der bestehenden Grundwasserfassung ist heute im Besitz der IBB Wasser AG. Mit der Gesamtrevision der Nutzungsplanung ist das Areal im letzten Jahr in die Wohnzone W4 (viergeschossig) umgezont worden, da es für die IBB nicht mehr für die Wasserversorgung genutzt wird.

Zwei Büros konnten ihr Projekt überarbeiten

Weil sich die Jury in der ersten Beurteilungsrunde nicht einig war, wurden zwei Projektverfasser zur Überarbeitung ihrer Eingaben eingeladen. Die Bearbeitung erfolgte weiterhin anonym. In der Folge hat sich das Beurteilungsgremium einstimmig für die Studie des Büros Liechti Graf Zumsteg AG entschieden. «Die Überbauung Wolkenschattenboot steht wie selbstverständlich da und gibt zur Strassenkreuzung hin einen Platz frei», betonte Projektleiter Menziger.

Die Wohnungsgrundrisse der insgesamt rund 30 Mietwohnungen mit 2,5 bis 5,5 Zimmern haben die Jury in mehrfacher Hinsicht überzeugt. Die Bereiche Küche und Essen sind laut Menziger auf der Bahnseite vorgesehen. So bleibt auf der lärmabgewandten Seite genügend Platz für Wohnen, Schlafen und einen grossen Balkon.

Grundwasserfassung ist für Wärme und Kälte nutzbar

In die filigrane Fassade werden Fotovoltaik-Module eingebaut. Angedacht ist, dass die Stadt im Gemeinschaftsbereich im Erdgeschoss eine Kita betreiben lässt. Die IBB denkt bei den künftigen Mietern an kleine Familien, die gerne in Bahnhofsnähe wohnen möchten.

Die ehemalige Grundwasserfassung der Stadt wird für die Energiegewinnung (Wärme und Kälte) genutzt. Das Investitionsvolumen für die Überbauung steht noch nicht fest. Für das Areal braucht es eine Gestaltung. Ausgearbeitet wird dieser im ersten Semester 2021 vom Siegerteam. Der Baustart findet frühestens im Jahr 2023 statt.

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