Birr

«In Niederlenz war alles mega eng»: Landschaftsgärtner freuen sich über mehr Platz

Im Neubau von Jardin Suisse Aargau in Birr fand diese Woche der erste überbetriebliche Kurs statt – ein Einblick.

Auf dem Vorplatz sind Jugendliche dabei, Vermessungen durchzuführen. Sie arbeiten ruhig und konzentriert. Im neu erstellten Bildungszentrum von Jardin Suisse Aargau in Birr – gleich neben dem Berufsbildungsheim Neuhof – läuft der erste überbetriebliche Kurs nach den Corona-Lockerungen. Die Einweihung des Holzgebäudes des Unternehmerverbands der Gärtner wurde auf den 28. August verschoben.

Lukas Borner, Leiter des Bildungszentrums und Verantwortlicher für die überbetrieblichen Kurse, führt durch die neuen Räume. Im Obergeschoss ist der Verbandssitz von Jardin Suisse Aargau mit dem Sekretariat untergebracht. Zudem wurden hier zwei Schulungsräume eingerichtet, die dank beweglicher Trennwand zu einem grossen Raum umfunktioniert werden können.

Grosse Halle ist derzeit besonders praktisch

Die Instruktoren sehen von ihrem Büro aus durch ein Fenster direkt in die grosse Halle, wo die Lernenden dabei sind, ihre Wochenaufgabe zu erledigen. Unterrichtet werden sie von zwei Instruktoren. Insgesamt sind zwei hauptamtliche Instruktoren sowie 25 Instruktorinnen und Instruktoren in Teilzeit am Bildungszentrum tätig. Die Jugendlichen lernen hier die praktischen Grundlagen des Gärtnerberufs in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau.

18 Arbeitsplätze für die Werkstücke der Lernenden gibt es in der Halle. Dahinter wurde eine überdachte Humusfläche angelegt, die für Erdarbeiten, Saaten und Bepflanzung dient. Ein Vorteil zum jetzigen Zeitpunkt: In der Halle kann aufgrund ihrer Grösse der gebotene Abstand gut eingehalten werden.

Blick in die neue Halle mit den 18 Arbeitsplätzen für die Lernenden.

Blick in die neue Halle mit den 18 Arbeitsplätzen für die Lernenden.

«Wir müssen weniger laufen»

Einer der Lernenden ist Ramias Picenoni, 18, aus Auw. Er ist Landschaftsgärtner im 2. Lehrjahr und schätzt die Umgebung im neuen Bildungszentrum. «In Niederlenz war alles mega eng», sagt er. «Hier ist es viel grösser. Und der Aufenthaltsraum ist praktisch.» Der neue Schulweg sei kein Problem. «Jetzt müssen wir weniger laufen, weil der Bus in der Nähe hält», sagt Picenoni.

Freuen können sich die Lernenden zudem über neue Garderoben. In Niederlenz mussten sie sich noch in einem Baucontainer umziehen. In der Frauengarderobe gibt es 6 Plätze, in jener der Männer 36. Die Anzahl Frauen steige in diesem Berufssegment zwar langsam, aber stetig, sagt Borner.

Er schätzt den Neubau ebenfalls. Schon nur die klimatischen Bedingungen seien in der neuen Halle viel besser. «Früher arbeiteten wir in einem Gewächshaus. Da sind die Temperaturen teilweise auf bis zu 40 Grad gestiegen», sagt er. Ein Vorteil des neuen Standorts sei, dass Synergien mit dem Neuhof genutzt werden können. Das Heim liefert ab dem neuen Schuljahr Essen in den Aufenthaltsraum von Jardin Suisse. Zudem können die Lernenden die Sträucher in der Umgebung schneiden, Pflanzenpflege lernen oder sich mit der Rasenpflege auseinandersetzen.

Ein zusätzlicher Vorteil des neuen Gebäudes: Das Kursprogramm wird nach den Sommerferien dichter gedrängt sein als auch schon. Grund dafür ist die Coronakrise, die dafür sorgte, dass einige Kurse abgesagt werden müssen. Dank den verschiedenen Räumlichkeiten können die Kurse parallel stattfinden.

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