Pfarrstreit
In Rein geht der Streit mit dem Pfarrer in die nächste Runde

In der reformierten Kirchgemeinde Rein geht der Knatsch weiter. Denn sowohl der umstrittene Pfarrer als auch die streibare Kirchenpflege wurden im Amt bestätigt.

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Kirche Rein

Kirche Rein

In Rein sind sich Pfarrer Urs Klingler und die Kirchenpflege seit längerem nicht mehr grün. Den Streit entfacht hatte die Kündigung des Pfarrerehepaars Tabea und Luc Hintze-Stalder. Diese wollten und konnten mit Klingler nicht mehr zusammenarbeiten und haben das mittels Brief der Pfarrgemeinde auch deutsch und deutlich kundgetan.

Die Kirchenpflege schlug in der Folge Urs Klingler nicht mehr zu Wahl als Pfarrer vor. Klinger wiederum ging in die Offensive und scharte 120 Gläubige hinter sich, die ihm per Unterschrift ihre Unterstützung zusagten.

Gestern nun erhielten die Beteiligten an der Urne das Verdikt der Reiner Gläubigen. Und die wollen Pfarrer Klingler behalten und auch die Kirchenpflege. Klingler wurde mit 475 zu 309 Stimmen im Amt bestätigt.

Pfarrer zeigt sich erleichtert

«Ich bin sehr erleichtert», sagt Klingler gegenüber Radio Argovia. Klingler, der seit 22 Jahren im Amt ist, weiss, dass die Zukunft nicht einfach wird. «Es wird ganz sicher nicht ohne externe Hilfe gehen», sagt er.

Diese erhofft er sich von der Landeskirche. Die wird aber nur eingreifen, wenn sie von Rein zur Hilfe gerufen wird, wie deren Sprecher Frank Worbs erklärt. Die Kirchenpflege hatte sich in der Vergangenheit klar gegen eine Mediation ausgesprochen.

Ob die Kirchenpflege Rein in der Auseinandersetzung von sich aus aktiv wird, ist offen. Unklar ist auch, ob die nun gewählten Kirchenpflege-Mitglieder das Amt weiter ausüben. Sie haben nun drei Tag Zeit, über Annahme oder Ablehnung der Wahl nachzudenken.

Darüber nicht nachdenken muss Pfarrer Klingler. Er bleibt. (rsn)

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