Wahlen AG 2020

In seiner Heimatsgemeinde hängte Egli auch die amtierenden Regierungsräte ab

Nach der erfolgreichen Wahl in den Regierungsrat steht Dieter Egli im Mittelpunkt des Interesses.

Nach der erfolgreichen Wahl in den Regierungsrat steht Dieter Egli im Mittelpunkt des Interesses.

In Windisch hat der neu gewählte SP-Regierungsrat klar besser abgeschnitten als die Bisherigen. Ein Blick auf den Wahlsonntag.

Das Wahlwochenende ist zu Ende, die Tränen der Freude oder der Enttäuschung sind getrocknet – Zeit, einen Blick auf die Zahlen zu werfen. Gut lachen hatte Dieter Egli am Sonntag: Der SP-Politiker aus Windisch ist im ersten Wahlgang neu in den Regierungsrat gewählt worden, schaffte das absolute Mehr problemlos und erhielt hinter den vier amtierenden Regierungsräten am fünftmeisten Stimmen.

Im Bezirk Brugg liess Egli sogar SVP-Mann Jean-Pierre Gallati hinter sich, in seiner Heimatgemeinde hängte er gar alle Bisherigen ab, kam auf 1316 Stimmen. Markus Dieth (CVP) erzielte mit 1085 Stimmen das zweitbeste Resultat

Neuer Regierungsrat Dieter Egli (SP): «Nächstes Jahr beginnt ein völlig neues Leben»

Neuer Regierungsrat Dieter Egli (SP) am Wahlsonntag: «Nächstes Jahr beginnt ein völlig neues Leben»

In Elfingen ticken die Stimmberechtigten anders

Auch in der Gemeinde Elfingen ticken die Uhren oft etwas anders, respektive die 227 Stimmberechtigten. Hier überholte Egli ebenfalls alle Bisherigen, erhielt 51 Stimmen – und damit 6 Stimmen mehr als Dieth auf dem zweiten Platz.

Ein gutes Ergebnis hingelegt hat in Windisch, wie im be­nachbarten in Brugg, der am­tierende Regierungsrat Stephan Attiger von der FDP – trotz Regionalem Gesamtverkehrskonzept Ostaargau (Oase) wohlverstanden. Ziel des Grossprojekts ist es, die Agglomerationen Brugg und Baden vom Verkehr zu entlasten sowie das Untere Aaretal besser an die Autobahn anzubinden. Die Linienführung der ge­planten neuen Strasse vom Kreisel Lauffohr bis zur neuen Südwestumfahrung – samt Tunnel unter der Aare – stösst teilweise auf regen Widerstand. Die hitzigen Diskussionen im Vorfeld waren dem Erfolg des Baudirektors offensichtlich aber nicht abträglich.

Tonja Kaufmann und Maya Meier sind die Jüngsten

Acht bisherige Grossrätinnen und Grossräte sind im Bezirk Brugg wieder gewählt worden, dazu eine neue Kandidatin und ein neuer Kandidat. Tonja Kaufmann aus Hausen und ihre SVP-Parteikollegin Maya Meier aus Auenstein sind die jüngsten Vertreterinnen im Kantons­parlament aus dem Bezirk Brugg. Sie haben Jahrgang 1987, respektive 1985. Am meisten Lebenserfahrung bringt der Grüne Robert Obrist aus Schinznach mit Jahrgang 1958 mit, gefolgt von Martin Brügger (SP) aus Brugg und Jürg Baur (CVP) aus Brugg. Beide haben Jahrgang 1959. Am längsten im Grossen Rat für den Bezirk ist Titus Meier (FDP) aus Brugg. Er ist seit 2009 im Amt.

Grosse Unterschiede bei der Wahlbeteiligung

Meier ist im Bezirk nicht nur der amtsälteste Grossrat, sondern ebenfalls der Panaschierkönig. Von veränderten Wahlzetteln holte er sich insgesamt 3448 Stimmen. Auch die nicht wiedergewählte Parteikollegin Martina Sigg schaffte es auf über 3000 Panaschierstimmen. Das Schlusslicht in der Panaschierstatistik bildet Simon Hostettler (EVP) aus Thalheim mit 217 Stimmen.

Gross sind die Unterschiede nicht nur unter den Kandidierenden, sondern auch bei der Wahlbeteiligung in den Gemeinden. Mit Abstand obenaus schwang Habsburg mit 52,24 Prozent. In Auenstein, Brugg, Riniken, Rüfenach, Schinznach und Thalheim betrug sie über 40 Prozent – und war damit deutlich höher als im Durchschnitt im Aargau. Dieser lag bei 33,04 Prozent. Unter der 30-Prozent-Marke lag die Wahlbeteiligung im Bezirk in den Gemeinden Birr und Bözen.

Meistgesehen

Artboard 1