Verpflegung

In Umiken, Brugg und Hausen will Selecta-Automaten aufstellen – dagegen gibt es Einsprachen

Ein Automat ist an der Bushaltestelle Kirche Umiken vorgesehen.

Ein Automat ist an der Bushaltestelle Kirche Umiken vorgesehen.

Der Verpflegungsanbieter will an mehreren Standorten im Bezirk neue Stationen betreiben.

Nein, bei den filigranen Holzgerüsten an diversen Bushaltestellen in der Region Brugg handelt es sich nicht moderne Kunst. Es sind Bauprofile. Denn die Verpflegungsanbieterin Selecta AG will über zusätzliche Automaten-Standorte mehr Snacks und Getränke verkaufen.

Bereits vor einem Jahr lagen in der Stadt Brugg zwei Baugesuche der Selecta AG für neue Automaten auf: eines für den Standort der bisherigen Telefonkabine an der Museumstrasse beim Brugger Storchenturm und eines für den Standort beim Busterminal Campus am Bahnhof.

Beim Storchenturm gibt es keinen Automaten

In der Zwischenzeit ist der rote Selecta-Automat beim Busterminal in Betrieb. Beim Storchenturm ist die Telefonkabine vor den Veloabstellplätzen zwar entfernt worden, vom Selecta-Automaten fehlt aber jede Spur. Auf die Frage, ob der folgt, sagt Selecta-Sprecherin Patrizia von Gunten: «Wir warten hier noch die laufenden Abklärungen ab.» Anders tönt es bei der Brugger Stadtverwaltung. Elsbeth Hofmänner, Leiterin Baubewilligungen, sagt: «Der Selecta-Automat beim Storchenturm wurde aus denkmalpflegerischen Gründen nicht bewilligt.»

Derzeit plant die Selecta AG drei weitere Automaten in Brugg und zwei in Hausen. Vier dieser fünf Baugesuche lagen in den vergangenen Wochen öffentlich auf. Das fünfte Baugesuch für eine Station an der Zurzacherstrasse wird demnächst ausgeschrieben. In Hausen ist eine Station bei der Gysi Automobile AG an der Hauptstrasse vorgesehen. Dagegen ist laut Verwaltungsleiterin Michèle Keller keine Einsprache eingegangen.

Sammeleinwendungen in Umiken und Hausen

Wie der «General-Anzeiger» schreibt, reichte der Husemer Schularzt Conrad Frei eine Einsprache gegen den Automaten im neuen Buswartehäuschen vor der Turnhalle ein. Er ist der Meinung, dass so bei Schülern und Passanten unwillkommene Bedürfnisse geweckt würden. Zusätzlich ging noch eine Sammeleinsprache gegen die gleiche Station ein, so Michèle Keller.

Zum Standort in Umiken gibt es zwei Einwendungen. Dabei handelt es sich laut Elsbeth Hofmänner um Sammeleinwendungen. Argumentiert wird mit dem zu erwartenden Litteringproblem, fehlenden Parkplätzen und den strengen Bauvorschriften im Dorfkern von Umiken sowie in der Nähe der Kirche. Gegen den Automaten beim Truppenparkplatz an der Aufeldstrasse sind keine Einsprachen eingegangen.

Mit der aktuellen Strategie gehe Selecta auf die Bedürfnisse der Konsumenten ein. «Sie haben Zeit und warten auf den Bus, Zeit sich einen Snack oder ein Kaltgetränk zu kaufen», so Patrizia von Gunten.

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