Mit grosser Mehrheit angenommen haben die anwesenden 34 Windischer Einwohnerräte – von insgesamt 40 – am Mittwochabend das Reglement und das Gebührenblatt über die befristete Nutzung von öffentlichem Grund. Philipp Umbricht von der FDP sprach von einem relativ komplexen und detaillierten Werk. Nach seinem Dafürhalten hätte es durchaus etwas schlanker ausfallen dürfen.

Pia Stammler, SP, bezeichnete das Reglement sogar als zu ausführlich. Es könne in dieser Form für Verunsicherung sorgen. Sie forderte, bei kommerziellen Nutzungen sei zuerst eine öffentliche Diskussion zu führen und es seien Erfahrungen zu sammeln. Auch Bernhard Stüssi von der SVP vertrat die Ansicht, es müsse nicht alles reglementiert werden. Er unterstützte Stammlers Rückweisungsantrag. Dieser wurde schliesslich aber mit 12 zu 20 Stimmen abgelehnt.

Augenmerk auf Pädagogik

Bei der Schulraumplanung waren sich die Vertreter von links bis rechts einig: Diese sei sinnvoll und angebracht. Marco Valetti, SVP, fragte sich indes, ob der Kredit von 134 000 Franken ausreichen wird. Barbara Scheidegger, CVP, betonte, die vorhandenen Ressourcen – Schulraum und Finanzen – seien zu berücksichtigen. Ruedi Kümin von der EVP wollte den pädagogischen Bereich stärker gewichtet haben. Gemeinderat und Schulpflege hätten deshalb ein Grundlagenpapier zu erarbeiten, das die Anforderungen und Bedürfnisse aufzeigt. Sein Zusatzantrag fand aber kein Gehör und wurde mit 14 zu 17 Stimmen abgelehnt.

Einstimmig angenommen hat der Einwohnerrat dagegen die Kreditabrechnung Vision Mitte. Ebenfalls klar bewilligt wurde – wegen der Kreditüberschreitung von knapp 260 000 Franken mit ein paar kritischen Anmerkungen und Fragen – die Kreditabrechnung Sanierung Abwasserpumpwerk und Abwasserdruckleitungen. Unumstritten waren überdies sämtliche Einbürgerungen.

Busbetrieb wie am Samstag

Weiter beantwortete der Gemeinderat die Motion von Philipp Ammon, SVP, bezüglich «Öffentlicher Verkehr in Unterwindisch». In dieser forderte Ammon ein besseres Busangebot ins Unterdorf an den Wochenenden. Der Gemeinderat hat drei Varianten unter die Lupe genommen: gleicher Linienbetrieb wie an Werktagen; Rufbus-Angebot der Postauto Schweiz AG oder ein Rufbus-Angebot eines regionalen Taxiunternehmens. Die Behörde schlug vor, dass an den Sonntagen der gleiche Busbetrieb herrschen soll wie an den Samstagen. Die Umstellung könnte aber erst per Fahrplanwechsel 2016 erfolgen. Der Einwohnerrat stimmte dem mit 33 zu 0 zu.

Auch wurde die Motion «Portfolio-Planung Strassensanierung unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Werke und Konzeptplanung für Verkehrsberuhigungsmassnahmen» von Reto Candinas, SP, vom Gemeinderat beantwortet. Der Einwohnerrat nahm diese mit 33 zu 0 an.