Amtsschimmel

Jahrelang hat dieser Habsburger für seinen Geissenstall gekämpft – nun gibt er auf

Habsburger Geissenvater muss seinen geliebten Stall abreissen

Habsburger Geissenvater muss seinen geliebten Stall abreissen

Obwohl der Stall niemanden störte, muss er weg. Für den pensionierten Hobbybauer Hans Huber eine tieftraurige Situation.

Jahrelang hat der Habsburger Geissenvater Hans Huber für den Erhalt seines Geissenstalls gekämpft. Dieser ist dem Kanton Aargau seit je her ein Dorn im Auge – obwohl sich niemand daran gestört hat. Nun gibt der pensionierte Hobbybauer auf.

Es ist ein trauriger Moment für Hans Huber: Der Habsburger demontiert seinen Geissenstall, für dessen Erhalt er über zehn Jahre lang gekämpft hat. «Es tut im Herzen richtig weh», sagt der als «Habsburger Geissenvater» bekannt gewordene Aargauer gegenüber dem Regionalsender Tele M1. Die Emotionen während des Abrisses des kleinen Stalls seien nur schwer im Zaum zu behalten. 

Obwohl sich niemand in der Nachbarschaft über den Stall beschwert hat, erhielt Huber vom Kanton Aargau vor gut drei Jahren den Bescheid, dass sein Stall abgerissen werden muss. Grund: Der Stall stehe in der Landwirtschaftszone, wo nur eine kommerzielle Tierhaltung erlaubt ist. Weil Huber seine Geissen aber rein hobbymässig hält, würde dies dem Gesetz widersprechen. 

Fall strahlt bis nach Bundesbern aus

Jahrelang wehrte sich der «Geissenvater» beim Aargauer Regierungsrat und häufte damit grosse Kosten an. «Die Anwaltskosten und die Kosten, die ich dem Kanton entrichten musste, belaufen sich auf gut 6000 Franken», so der Pensionär. 

Der Fall des Habsburger Geissenstalls löst selbst in Bundesbern Kopfschütteln aus. Der Solothurner CVP-Ständerat Pirmin Bischof erklärt gegenüber Tele M1: «Es geht hier nicht nur um diesen Geissenstall. Es geht um die Frage, ob die Hunderttausenden Leute und Familien, die Kleintiere halten, überhaupt noch irgendwo wohnen dürfen.» (luk)

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