Brugg

Jungwacht und Blauring Windisch stampfen am Stadtfest eine «farbfabrik» aus dem Boden

Die zwei Jungscharen haben grosses vor: sie werden am Stadtfest Ende August mit einer zweistöckigen Beiz vertreten sein.

Vom Motto «Verfärbt» des bevorstehenden Brugger Stadtfests haben sich Jungwacht und Blauring Windisch so richtig inspirieren lassen.

Am Grossanlass an den beiden Wochenenden Ende August werden sie mit einer «farbfabrik» vertreten sein, einer zweistöckigen Holzkonstruktion an prominenter Lage an der Hauptstrasse beim Eisi-Platz.

Die Beiz soll ein gemütlicher Treffpunkt werden für alle Stadtfest-Besucher, unter ihnen sicher auch viele aktive und ehemalige Leiterinnen und Leiter von den befreundeten Scharen. Bei solchen Wiedersehen herrsche erfahrungsgemäss eine super Stimmung und es entstehen interessante Gespräche, sagen der 22-jährige Andrin Zumsteg und sein drei Jahre älterer Bruder Jonin Zumsteg vom OK.

Ebenfalls soll mit dem bunten Auftritt – selbstverständlich – beste Werbung gemacht werden in eigener Sache. Finanziell sei es das Ziel, mit einer schwarzen Null abzuschliessen.

Getränkeausgabe erfolgt vom Schiffscontainer aus

Die Grundidee von Jungwacht und Blauring ist es, mit einem Turm und einem Anbau die Grundelemente einer klassischen Fabrik aufzugreifen. In der oberen Etage der «farbfabrik» wird eine gemütliche Lounge eingerichtet mit Blick auf das Festgeschehen und mit auffälligen Hockern aus ausgedienten Ölfässern.

Darunter befindet sich – als weiteres Industrie-Element – ein Schiffscontainer, von dem aus die Getränkeausgabe erfolgt. Die Treppe ist im seitlichen Turm untergebracht. Dieser besteht bereits, kommt jeweils in den Sommer-Zeltlagern von Jungwacht und Blauring zum Einsatz.

Mit der Stadtfest-Beiz könnten die Mitglieder ihre organisatorischen und handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis stellen, sagen Andrin und Jonin Zumsteg übereinstimmend. Das sei ein grosser Reiz an diesem Projekt. Die Konstruktion wirke auf den ersten Blick zwar eher einfach. Die Berechnungen für das erforderliche statistische Gutachten aber seien eine echte Herausforderung gewesen, fügen sie an. Diverse Sitzungen hätten einberufen werden müssen.

Sowieso musste sorgfältig abgeklärt werden, welche Möglichkeiten bestehen. Ohne Unterstützung, geben die Brüder Zumsteg zu bedenken, hätten Jungwacht und Blauring das Vorhaben nicht stemmen können. Glücklicherweise dürften sie beim Holz sowie bei den Fassadenelementen auf grosszügige Sponsoren aus dem Baugewerbe zählen. Nach dem Stadtfest übrigens geht das ganze Material zurück und kann weiterverwendet werden.

Die Visualisierung zeigt die «farbfabrik» von Jungwacht und Blauring Windisch in Brugg.Bild: zvg

Die Visualisierung zeigt die «farbfabrik» von Jungwacht und Blauring Windisch in Brugg.Bild: zvg

Hocker soll auf Grossanlass aufmerksam machen

Auch die Hocker aus den Ölfässern sollen nicht einfach entsorgt, sondern für einen kleinen Betrag abgegeben werden. «Wir investieren viel Zeit in die Herstellung. Es gibt bestimmt Leute, die Freude daran haben.» Bis Ende Monat, ist geplant, wird schon einmal ein Exemplar beim späteren «farbfabrik»-Standort bei der Bushaltestelle an der Hauptstrasse platziert, um auf das Grossereignis aufmerksam zu machen.

Die Vorbereitungsarbeiten haben Jungwacht und Blauring mittlerweile zum grössten Teil abgeschlossen, der «farbfabrik»-Schriftzug ist genauso vorhanden wie die Menükarte. «In den letzten anderthalb Wochen vor dem Stadtfest wollen wir den Fokus vollumfänglich auf den Aufbau richten», sagen Andrin und Jonin Zumsteg.

Trotzdem gebe es, sind sie sich bewusst, noch unzählige Kleinigkeiten zu berücksichtigen. So gelte es etwa, die Schichtpläne zu erstellen. Im Einsatz stehen werden gut 70 Personen, unter ihnen aktive Leiter sowie Ehemalige. Zu Letzteren zählen mittlerweile auch die Brüder Zumsteg.

Sogar bei den DJs wird auf die Region gesetzt

Ebenfalls müsse, nennen sie ein weiteres Detail, der definitive Durchmesser der Burger bestimmt werden. Apropos: Das offizielle Stadtfest-Motto wird in der «farbfabrik» ebenfalls umgesetzt beim kulinarischen Angebot, etwa durch eingefärbte Brötchen.

Wert gelegt wird auf die Herkunft der Zutaten. Das Fleisch stammt vom Metzger aus der Region, die Brötchen vom ortsansässigen Bäcker. Sogar bei den DJs setzen Jungwacht und Blauring auf Vertreter aus der Region, aufstrebende, aber auch etablierte Namen wie DJ Stoga (Saugstauber). Zum Unterhaltungsprogramm gehört weiter eine Tanzshow, mit der sich die «farbfabrik» von den anderen Stadtfest-Beizen abheben will.

Für das OK – die Mitglieder sind zwischen 18 und 25 Jahre alt – stehen ein paar anstrengende Wochen bevor, sagen Andrin und Jonin Zumsteg mit einem Lachen. Trotz Aufwand ist ihnen die Vorfreude anzumerken: «Das OK harmoniert, alle sind topmotiviert.»

Autor

Michael Hunziker

Michael Hunziker

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