Windisch

Kaiser Nero zu Gast auf der Jubiläumsfeier des Legionärspfads

Der Legionärspfad Vindonissa feierte am Samstag das Zehn-Jahre-Jubiläum.

Legionäre standen neben der Klosterkirche Königsfelden in Tunica mit einem um den Bauch geschnürten Gladius und begrüssten die rund hundert Gäste, welche sogleich handgemachte Blumenkränze überreicht bekamen. Anschliessend an die feierliche Begrüssung nahmen die Besucher auf den unter strahlend blauem Himmel stehenden Festbänken Platz.

Einzigartiges kulturelles Erbe

Nachdem ein Römer die Trompete geblasen hatte, schritt Rahel Göldi zur Bühne, die Leiterin des Legionärspfades. Mit fröhlichem Lächeln begrüsste sie die Teilnehmer und blickte auf die Entwicklungen des Kulturprojekts zurück, bei denen sie stets an vorderster Front mit dabei war. Seit der Anfangszeit des Legionärspfades, die sie als «Sturm-und-Drang-Phase» betitelte, habe sich viel getan. Zu Beginn sei im Kulturbetrieb viel ausprobiert und noch alles eigenständig erledigt worden, wodurch ein grosser Druck auf dem Team lastete. Doch die Freude und die Leidenschaft an der Arbeit hätten ein enormes Engagement aufkommen lassen, weshalb der Legionärspfad heute mit mehr Stationen komplexer geworden sei, dank aufgestocktem Personal organisierter und als einzigartiges kulturelles Erbe mehr Besucher begeistere.

Auch Regierungsrat Alex Hürzeler betonte in seiner darauffolgenden Rede die Bedeutsamkeit des Legionärspfades und dessen Ausstrahlungskraft in ganz Europa. Zudem lobte er den Entscheid des Grossen Rates, das Kulturprojekt mit Steuergeldern aus dem Kulturbudget finanziell zu unterstützen, da ein Weiterbestehen ohne diese Gelder auf der Kippe gestanden wäre. Abschliessend eröffnete er die «Römer-Teilete», das Abendbuffet.

Römer-Teilete: Ein Festessen

Das Festessen bestand aus einer enormen Vielfalt an mediterranen Speisen, welche die Gäste mitgebracht hatten. Gefüllte Datteln, toskanischer Brotsalat, Fisch und Couscous, alle waren sie geordnet nach Ländern und schön präsentiert. Die kalte Speise diente als gute Abkühlung und zauberte den Gästen ein Lächeln ins Gesicht. Nach dem ausgiebigen Festessen folgte die Krönung des Abends, der Auftritt von Kaiser Nero, gespielt von Schauspieler David Bröckelmann.

Begleitet von einer römischen Leibgarde fuhr er in einer Quadriga auf, einem Pferde-Viergespann, um Robert Obrist, Präsident des Fördervereins Freunde Vindonissapark, eine Gratulationstafel zu überreichen. Allerdings beklagte er sich zuerst darüber, dass die Disziplin nachgelassen habe, da er vom Publikum sitzend empfangen wurde. Anschliessend las er von der massiven Messing-Gratulationstafel vor: «Auf dass der Legionärspfad noch weiter gedeihen wird und ihm die Götter wohlgesonnen sind, Kaiser Nero.» Da das Klatschen ausblieb, schrie Nero lauthals: «Applaus!», wonach ihm das Publikum unter tosendem Gelächter Folge leistete. Am Schluss eröffnete Kaiser Nero die Römer-Bar und verabschiedete sich mit den Worten: «So, jetzt ist es genug. Leibgarde, bringt mich zurück nach Rom, dort ist es angenehm kühl!»

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