Kommentar

Kampf gegen Hochhauskonzept im Einwohnerrat Windisch: Verkehrte Welt

SP-Vizepräsidentin Rosi Magon musste wegen der eigenen Partei erneut einen Rückschlag einstecken.

SP-Vizepräsidentin Rosi Magon musste wegen der eigenen Partei erneut einen Rückschlag einstecken.

Fast schon erbittert bekämpft die SP das Hochhauskonzept, für das Vizepräsidentin Rosi Magon zuständig ist. Sie musste wegen der eigenen Partei erneut einen Rückschlag einstecken. Für ihr Votum für die neue Variante des Konzepts erhielt sie stattdessen von den Bürgerlichen Applaus. Verkehrte Welt.

Magon argumentierte, dass man mit dem Konzept eine planerische Grundlage schaffe. Auf die Befürchtungen, dass auf dem Areal der Kabelwerke dereinst Hochhäuser dicht an dicht stehen werden, entgegnete sie: «Das Areal ist ein Filetstück. Die Bevölkerung wird mitdiskutieren können.» Den Vorwurf von Mirjam Aebischer (SP), dass der Gemeinderat nur Meinungen zulasse, die der eigenen entsprächen, wies sie zurück.

Die Argumentation der SP lässt den Verdacht aufkeimen, dass die Partei grundsätzlich gegen Hochhäuser ist. Ein Argument aber sprach am Mittwochabend für die Rückweisung: In absehbarer Zeit wird der Gemeinderat über die Planung im Raum Bahnhof informieren. Und es macht Sinn, das Hochhauskonzept darauf abzustimmen, befindet sich doch das Areal der Kabelwerke in diesem Bereich. Ist das passiert, muss die SP beweisen, dass sie kompromissfähig ist und andere Meinungen zulassen kann. Ansonsten dürften die Stimmen lauter werden, die der SP – nicht unbegründet – Verhinderungspolitik vorwerfen.

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