Remigen

Kein Widerstand der Gemeinde gegen Sondierbohrungen «Remigen 2»

So wie im zürcherischen Trüllikon kann sich ein Bohrplatz präsentieren.

So wie im zürcherischen Trüllikon kann sich ein Bohrplatz präsentieren.

Auf der Suche nach einem Standort für ein geologisches Tiefenlager für die radioaktiven Abfälle werden Sondierbohrungen durchgeführt, um den Untergrund genauer zu untersuchen. Für die Bevölkerung soll die Belastung durch die Sondierbohrung möglichst gering sein.

Anfang März hat das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) mit «Remigen 2» eine weitere Sondierbohrung bewilligt im Standortgebiet Jura Ost. Der Bohrplatz befindet sich am Ortsausgang südlich der Gansingerstrasse in der Nähe des Baumgartenbachs.

«Der Gemeinderat hat die Verfügung studiert und sich entschieden, vom Rechtsmittel keinen Gebrauch zu machen», heisst es im aktuellen Mitteilungsblatt «hier + heute». Und weiter: In der Einsprache gegen die Sondierbohrung habe der Gemeinderat insbesondere festgehalten, dass jegliche Lärm- und Lichtimmissionen wegen der Nähe zum Siedlungsgebiet auf ein Minimum zu reduzieren, die entsprechenden Vorschriften strikte einzuhalten seien. «Der Gemeinderat wird alles daran setzen, dass dies bei einer allfälligen Bohrung tatsächlich umgesetzt wird.»

Gegen «Remigen 1» ist Beschwerde pendent

Laut der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) zielen die Untersuchungen an diesem Standort in erster Linie darauf ab, die bautechnischen Verhältnisse im Bereich des geplanten Zugangsbauwerks zwischen der Oberflächenanlage bei Villigen sowie dem nordwestlichen Rand der Lagerperimeter zu erkunden. Die Bohrung soll bis in eine Tiefe von maximal 2000 Meter unter Terrain reichen.

Weiterhin hängig ist die Beschwerde des Gemeinderats gegen die Sondierbohrung «Remigen 1». Dieser Bohrplatz liegt sich südlich der Kantonsstrasse nach Mönthal.

Auf «Bözberg 1» soll Betrieb diese Woche starten

Rückblick: Insgesamt hat die Nagra beim Bundesamt für Energie (BFE) 23 Gesuche für Sondierbohrungen eingereicht. In der Standortregion Jura Ost sind es acht Gesuche in fünf Gemeinden in den Bezirken Brugg und Laufenburg. Voraussichtlich müssen aber nicht alle beantragten Sondierbohrungen durchgeführt werden, um das geologische Gesamtbild zu vervollständigen.

Weit fortgeschritten sind die Arbeiten auf dem Bohrplatz «Bözberg 1» in der Nähe der Weiler Ursprung und Vierlinden. Der Bohrbetrieb soll noch diese Woche starten.

Verwandtes Thema:

Autor

Michael Hunziker

Michael Hunziker

Meistgesehen

Artboard 1