Schulleitung

Komitee reicht dreiseitigen Fragebogen ein: Brugger Schulpflege soll Stellung zur umstrittenen Wahl von Geri Müller nehmen

Geri Müller wird per 1. August Schulleiter in Brugg.

Geri Müller wird per 1. August Schulleiter in Brugg.

Die Wahl von Geri Müller als Schulleiter Bodenacker in Brugg ist weiterhin umstritten. Das Komitee «Schulleiterwahl überprüfen!» reicht nun auf drei Seiten unzählige Fragen ein. Jetzt soll die Schulpflege dazu Stellung nehmen.

Das Komitee «Schulleiterwahl überprüfen!» bleibt hartnäckig. Kürzlich schickten die Co-Präsidenten Peter Haudenschild und Miro Barp der Schulpflege einen umfassenden Fragebogen zur Wahl von Geri Müller als Schulleiter des Schulhauses Bodenacker in Brugg in einem 43-Prozent-Pensum.

Auf gut drei A-4-Seiten listen sie die Fragen auf. Sie betreffen unter anderem den Lohn (Lohnstufe, lohnbestimmendes Alter, Lohnanstieg), die Lehrberechtigung (Diplome, Unterrichtserfahrung), andere Bewerber, die Schulleiterausbildung, die berufsbegleitende Ausbildung oder auch die Akzeptanz von Geri Müller in der Bevölkerung.

Bezüglich Schulleiterausbildung will das Komitee wissen, wie viele Tage bezahlt erfolgen und wie viele unbezahlt. Oder auch, wie die allfällige Rückzahlungsklausel aussieht einerseits für die Kursgebühr und andererseits für den bezahlten Lohn während den Ausbildungstagen.

Haudenschild und Barp geben dazu auch gleich ihren Kommentar ab: «Grundsätzlich begrüssen wir es, wenn auch ältere und qualifizierte, d.h. ausgebildete und berufserfahrene, Bewerber berücksichtigt werden. Wir halten es allerdings für problematisch, wenn so kurz vor der Pensionierung stehende Personen ohne die entsprechende Qualifikation als Schulleiter eingestellt werden und zusätzlich auf Kosten des Steuerzahlers ausgebildet werden müssen.» Und weiter: «Dass sich eine Ausbildung lohne, egal wie alt man sei, darf mindestens aus ökonomischer Sicht bezweifelt werden.»

Der Schulpflege-Präsident vertröstet die Fragesteller

Miro Barp und Peter Haudenschild verlangten von der Schulpflege eine zeitnahe Beantwortung der Fragen. Gemäss Mailverkehr, welcher der AZ vorliegt, vertröstet Schulpflege-Präsident Martin Gobeli (FDP) die Fragesteller.

Die Schulpflege werde an ihrer Sitzung am 17. August darüber entscheiden, wie sie mit den Fragen umgehen wolle. Das können Haudenschild und Barp nicht nachvollziehen. Es seien schliesslich alles Fragen, die entweder vor der Bewerbungsphase oder zumindest während des Auswahlverfahrens bereits im Gremium hätten gestellt werden müssen.

«Bei einem professionell geführten Bewerbungsverfahren liegen doch ohnehin all diese Fragen bzw. Antworten längst vor», antworten sie dem Schulpflegepräsidenten per E-Mail. Die beiden Brugger Einwohnerräte Peter Haudenschild (FDP) und Miro Barp (SVP) verzichten im Übrigen darauf, ihr Anliegen als Kleine Anfrage beim Büro des Einwohnerrats einzureichen, um so auf politischer Ebene Antworten zu erhalten.

Sie möchten in diesem Fall als Privatpersonen wahrgenommen werden und verlangen die Antworten auch für die über 650 Petitionärinnen und Petitionäre. Gemäss Einwohnerratspräsidentin Rita Boeck ist im Einwohnerratsbüro bis anhin auch sonst keine Anfrage zur Wahl von Geri Müller eingetroffen.

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