Region Brugg

Lagerung von Atommüll: Der Planungsverband Brugg Regio will kein Tiefenlager

Brugg Regio: «Grundsätzlich ist kein geologisches Tiefenlager in der Region erwünscht» (Symbolbild)

Brugg Regio: «Grundsätzlich ist kein geologisches Tiefenlager in der Region erwünscht» (Symbolbild)

Der Planungsverband Brugg Regio hat zum Inhalt des Ergebnisberichts beim Bundesamt für Energie seine Eingaben gemacht.

Der regionale Planungsverband Brugg Regio hat zum Ergebnisbericht der Etappe 2 des Sachplans geologisches Tiefenlager für die Lagerung von Atommüll eine Stellungnahme abgegeben. «Grundsätzlich ist kein geologisches Tiefenlager in der Region erwünscht», schreibt Brugg Regio in einer Medienmitteilung.

Der Planungsverband beteilige sich jedoch kritisch-konstruktiv am Verfahren, solange die Sicherheit das prioritäre Auswahlkriterium ist. Zum Inhalt des Ergebnisberichts hat Brugg Regio beim Bundesamt für Energie folgende Eingaben gemacht:

Mit den Grundsätzen zur Platzierung und Ausgestaltung der Oberflächeninfrastruktur ist Brugg Regio einverstanden. Die Standortwahl und Ausgestaltung weiterer Oberflächeninfrastrukturen (Nebenzugangsanlagen) sei in enger Abstimmung mit der Region vorzunehmen.

Mit den Festlegungen zur räumlichen Anpassung der Standortregionen ist Brugg Regio nicht einverstanden. Mit dem Wegfall des Planungsperimeters müssten die Standortregionen konsequenterweise nur noch aus Infrastrukturgemeinden bestehen sowie aus angrenzenden Gemeinden, die in einer gewissen Beziehung zu den Infrastrukturgemeinden stehen. Das ist nicht vorgesehen, was grundsätzlich falsch sei.

Mit der jetzigen Festlegung der Infrastrukturgemeinden und der Gemeinden der Standortareale für eine Oberflächenanlage ist Brugg Regio einverstanden. Den weiteren Einbezug Deutschlands als Nachbarland kann der Verband nicht nachvollziehen und lehnt diesen ab.

Sofern Massnahmen zur regionalen Entwicklung nötig seien, müssen diese mit den regionalen Entwicklungsträgern geplant und umgesetzt werden.

Abgeltungen für die Region(en) müssen in genügender Höhe gesichert sein. Allenfalls habe der Bund gesetzliche Voraussetzungen dafür zu schaffen. (AZ)

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