Brugg

Lichtbilder am Stadtmuseum ziehen Gäste in den Bann

Auf die Mauern des Stadtmuseums wurden am klingenden Lichterfest verschiedene Bilder projiziert.

Auf die Mauern des Stadtmuseums wurden am klingenden Lichterfest verschiedene Bilder projiziert.

Das dritte Klingende Lichterfest wurde erstmals in der Hofstatt des Brugger Stadtmuseums durchgeführt.

Wie in allen Aargauer Altstädten fand auch in Brugg das «Klingende Lichterfest» statt, dieses Jahr zum dritten Mal am Samstagabend. Der kulturelle Anlass wurde von Initiative Altstadt und Tourismus Brugg organisiert und nun erstmals von der Hauptstrasse in die Hofstatt verlegt, um eine intimere Stimmung zu erzeugen.

Um 19 Uhr ist es bereits stockdunkel in der Hofstatt, nur einige Kerzen auf dem Brunnenrand und an den Bars brennen. Kurze Zeit später hört man leise die Töne aus Klangschalen, denn die Gäste verpflegen sich noch mit Glühwein und Chili con Carne. Die Gespräche verebben. Das Vokalensemble «cantAmabile» reiht sich unter dem Torbogen des Stadtmuseums auf und beginnt, unter der Leitung von Paul Taylor, zu singen. Pascal Ammann begleitet das Ensemble auf der Gitarre. «Fyer, fyer», dem Stück von Thomas Morley angepasst, züngeln die Flammen an der Mauer des Stadtmuseums empor – ein imposanter Einstieg.

Klingendes Lichterfest 2018 in Brugg

Klingendes Lichterfest 2018 in Brugg

Musik und leuchtende Bilder

Die Gäste, rund um den Brunnen stehend und auf den Festbänken sitzend, schauen sich das Spektakel gebannt an. Die Madrigale a Cappella aus dem 16. Jahrhundert wie «April is in my Mistress’ Face» oder «Can she excuse my wrongs» werden von gemalten Kunstwerken, die der Windischer Video-Künstler Andi Hofmann an die Wand projiziert, begleitet. Das heisst, eigentlich wirkt das Ganze nur mit beiden Elementen, sie ergänzen sich gegenseitig. Sprecher Markus J. Frey erklärt, wovon die Lieder handeln. Es sind Themen der dunklen Jahreszeit: Leidenschaft und Verlust, die Sehnsucht nach Liebe und Wärme zählen unter anderem dazu.

Auf den Mauern des Stadtmuseums ziehen Landschaftsbilder vorbei, Engel sind zu sehen und immer wieder Maria mit dem Jesuskind. Zum Lied «Alleluia» von Randall Thompson tanzt die Decke der Sixtinischen Kapelle im Kreis. Und mit «Die wunderbarste Zeit ist nah» werden die Kunstwerke mit Schneesternen geschmückt. Zum Schluss singen die Besucher des Spektakels gemeinsam mit dem Chor Lieder wie «Macht hoch die Tür», «Es ist ein Ros entsprungen», «Stille Nacht» und «Feliz Navidad».

Meistgesehen

Artboard 1