Effingen

Liebe zu Farben und Formen verbindet sie

Lisa Brutschi (links) und Martha Brutschi zeigen farbenschöne Bilder und einzigartigen Glasperlenschmuck.

Lisa Brutschi (links) und Martha Brutschi zeigen farbenschöne Bilder und einzigartigen Glasperlenschmuck.

Lisa Brutschi und Martha Brutschi stellen ihre Werke in der Alten Trotte in Effingen aus.

Mit der Frühlingsausstellung der Kulturkommission Effingen soll Kunstschaffenden aus der Region die Möglichkeit gegeben werden, ihre Werke der Öffentlichkeit zu zeigen.

Lisa Brutschi-Schaffner, aufgewachsen in der ehemaligen Post Effingen, heute wohnhaft in Schwaderloch, interessierte sich für diese Möglichkeit und nahm zusammen mit ihrer Schwägerin, Martha Brutschi, die Herausforderung an, eine Ausstellung zu gestalten. So zeigen die beiden Frauen momentan ihre Werke in der Alten Trotte in Effingen: Farbenschöne Bilder mit mystischen Gesichtern treffen auf einzigartige Glasperlenschmuck-Stücke.

An der Vernissage, an der wegen des Corona-Virus wohl einige Leute vom Besuch abgehalten wurden, durfte das Pu­blikum der wunderschönen Stimme der Sängerin Debora Lavagnolo lauschen. Hedy Kindler, Präsidentin der Kulturkommission Effingen, begrüsste die Gäste und Tobias Brutschi stellte die beiden Künstlerinnen und ihr Schaffen vor: zwei unterschiedliche Frauen mit zwei unterschiedlichen Werkstoffen und zwei unterschiedlichen Arbeitsweisen, die trotzdem einen gemeinsamen Nenner in den Farben und der Einmaligkeit der Objekte fanden.

Sie haben zu ihrem ganz eigenen Stil gefunden

Eine bald vor 20 Jahren geschenkte Glasperle faszinierte Martha Brutschi dermassen, dass sie sich spontan zu einem Glasperlen-Kurs anmeldete. Seither arbeitet sie mit dem Werkstoff Glas. Ihr Kunsthandwerk hat sie bei verschiedenen Perlenkünstlern im In- und Ausland weiterentwickelt. Durch verfeinerte Bearbeitungstechniken und immer neue Farbkombinationen entstehen Perlen mit intensiver Farbkraft und einzigartiger Tiefenwirkung und ergänzen sich zusammengefügt zu wunderschönen Schmuckstücken, die sie schon in vielen Ausstellungen zeigen konnte.

Lisa Brutschi zeichnete schon als Teenager. Später ­verschrieb sie sich der Porzellan-Malerei. Bald einmal gab sie ihr Wissen in Kursen weiter. Es folgte Malen auf Papier, Holz und vielem mehr. Das Malen auf Leinwand lernte sie im Studium zur Kunsttherapeutin kennen. Mit der Zeit erkannte sie in ihren Bildern immer wieder Augen und Münder. Sie begann, diese mit Farbe hervorzuheben und damit schemenhaft Gesichter anzudeuten. Dadurch fand sie zu ihrem ganz eigenen Malstil, den sie in ihrer ersten Ausstellung in der Alten Trotte zeigt.

Die beiden Frauen zeigen in der gemeinsamen Ausstellung, was sie nebst der Verwandtschaft verbindet – nämlich kreatives Schaffen, die Liebe zu Farben und Formen. (az)

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