Stiftung Domino

Nach dem Fest zum 40. folgt der Spatenstich – und ein Geschenk an sich selbst

Präsentierten die Zahlen und die Pläne der Stiftung Domino (v. l.): Rainer Hartmann, Jörg Hunn, Peter Müller und Peter Schmidlin.

Präsentierten die Zahlen und die Pläne der Stiftung Domino (v. l.): Rainer Hartmann, Jörg Hunn, Peter Müller und Peter Schmidlin.

Die Stiftung Domino in Hausen feiert – aufgrund des Coronavirus – ihr 40-Jahr-Jubiläum etwas verspätet.

Die Stiftung Domino feiert dieses Jahr ihren 40. Geburtstag. Zwei Geschenke macht sie sich gleich selber: Einerseits konnten die Verantwortlichen an der Medieninformation am Freitag einen Gewinn von 206'000 Franken für das Geschäftsjahr 2019 verkünden. Andererseits dürfte noch diesen Herbst der Baustart für das neue Wohnheim in Hausen über die Bühne gehen.

Gegründet wurde die Stiftung am 7. Dezember 1979 unter dem damaligen Namen «Stiftung für Menschen mit Behinderung Region Brugg-Windisch». Heute verfügt die Stiftung Domino über 162 Arbeits- und Beschäftigungsplätze sowie über 52 Wohnplätze. Präsent ist die Stiftung mit ihren Unterkünften in Hausen und Brugg sowie mit dem Café Domino in Hausen, dem Mikado Café in Windisch und der Werkstatt in Hausen.

Die finanzielle Situation sieht wieder besser aus

Finanziell steht die Stiftung nun wieder besser da als in den Jahren zuvor. Besonders erfreulich ist für Jörg Hunn, Präsident der Betriebskommission, dass die Rechnung 2019 statt mit einem budgetierten Minus von 36'000 Franken mit einem Überschuss von 206'000 Franken schloss.

«Die Gründe dafür sind die guten Produktionserträge, das sparsame Haushalten und die Auslösung nicht beanspruchter Rückstellungen», sagte Hunn. Unter Berücksichtigung der Spenden beläuft sich der Gesamterfolg auf rund 800'000 Franken. Das Geld könne die Stiftung nun gut für den Bau des neuen Wohnheims gebrauchen, merkte er an.

Gemäss Peter Schmidlin, Präsident der Baukommission, dürfte der Spatenstich diesen Herbst erfolgen, die Fertigstellung ist im April 2022 geplant. «Nach dem Jubiläumsfest wird zuerst die Kantonsarchäologie die römische Wasserleitung, die nicht mehr in Betrieb ist, freilegen und kartieren», so Schmidlin. Diese wird für den Neubau dann entfernt.

Die Baubewilligung dürfte demnächst erteilt werden. Die Stiftung Domino rechnet mit Baukosten von 12,8 Millionen Franken, wobei der Kanton 12,55 Millionen Franken bewilligte. «Die Differenz ergibt sich aus der von uns geplanten, vom Kanton jedoch nicht unterstützten Photovoltaik-Anlage», erklärte Schmidlin.

Peter Müller gibt seine Ämter per Ende Jahr ab

Bevor aber in Hausen die Bagger auffahren, soll gefeiert werden. Das grosse Jubiläumsfest steigt am Samstag, 5. September, auf der Wiese neben dem Wohnheim in Hausen. Für Stiftungsratspräsident Peter Müller wird es einer der letzten grossen Anlässe in seiner Funktion sein: Er nimmt Ende Jahr Abschied von seinen Ämtern in der Stiftung Domino. Nachfolger wird Philipp Küng.

Nach dem Corona-Lockdown kann die Stiftung Domino erst heute Montag ihren Betrieb wieder so richtig hochfahren. «Wir hatten glücklicherweise keine Erkrankungen», sagte Geschäftsführer Rainer Hartmann am Freitag. «Wir sind aber sehr froh, dass wir jetzt wieder langsam in den normalen Arbeitsrhythmus wechseln können – natürlich unter Beachtung der Hygienemassnahmen.»

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