Windisch

Nach Turbulenzen in der Schulpflege: Zeynep Karavus tritt aus der CVP aus

Nach dem Knatsch in der Windischer Schulpflege ist Zeynep Karavus aus der CVP ausgetreten.

Nach dem Knatsch in der Windischer Schulpflege ist Zeynep Karavus aus der CVP ausgetreten.

Die Situation rund um die Schulpflege Windisch bleibt schwierig. Die SP distanziert sich von Suad Maliqis Verhalten.

An der Schule Windisch liegt vieles im Argen. Seit Jahren scheinen die Probleme eher grösser als kleiner zu werden. Das hat unter anderem mit einzelnen Mitgliedern der fünfköpfigen Schulpflege zu tun.

Nachdem drei Schulpfleger dem Vizepräsidenten Suad Maliqi (parteilos, von der SP portiert) und der Schulpflegerin Zeynep Karavus (CVP) vor Weihnachten die Ressorts entzogen haben, wurde den beiden von der SP und der CVP nahegelegt, angesichts des grossen Vertrauensverlusts aus der Schulpflege zurückzutreten.

Das ist bis heute nicht geschehen. Maliqi und Karavus haben beim Kanton umgehend Beschwerde gegen den Ressortentzug eingereicht. Laut der Gemeindeabteilung des Kantons dürfte die Bearbeitung dieser Beschwerden mehrere Monate dauern.

Kurz vor der Einwohnerratssitzung vom Mittwochabend, an der mehrere Anträge zur Weiterentwicklung der Schule Windisch zur Diskussion stehen, haben die beiden Ortsparteien CVP und SP in separaten Stellungnahmen erneut Position bezogen.

CVP-Schulpflegerin stört und verhindert Aufgaben der Schule

Der Vorstand der CVP hat in letzter Zeit mehrmals mit Schulpflegerin Zeynep Karavus gesprochen und sie gebeten, «zum Wohle der Schule, aber auch zu ihrem persönlichen Schutz, aus der Schulpflege per sofort auszutreten». Denn der CVP Windisch liege eine gute Schule auf allen Ebenen sehr am Herzen, schreiben die Vorstandsmitglieder Esther Duran, Barbara Scheidegger, Susanne Keller, Hans Peter Schibli und Toni Burger.

«Die Bildung und Erziehung unserer Kinder erachten wir als eine der wichtigsten Aufgaben unserer Gesellschaft. Allen Lehrpersonen, die sich täglich oder zumindest regelmässig dafür einsetzen, dass die Schule ein Ort des Lernens und der gegenseitigen Achtung ist, danken wir.» Dass die Kinder gerne zur Schule gehen, sei fast immer der Verdienst der Lehrpersonen.

Eine leistungsfähige Verwaltung und eine fachkundige Leitung gehören zu einer funktionierenden Schule. «Wir bedauern es sehr, dass das Schulpflegemitglied der CVP diese Aufgaben gemäss manchen Aussagen stört, nicht kompetent wahrnimmt, und sogar verhindert.»

Auch wenn Karavus in der Zwischenzeit aus der CVP-Ortspartei ausgetreten ist, «distanziert sich die CVP Windisch in aller Form von ihrem Schulpflegemitglied». Zum Wohle der Schule hofft die CVP auf Einsicht und faires Verhalten von allen Beteiligten.

Die SP hat das Vertrauen in Suad Maliqi verloren

Auch die SP Windisch bedauert die Situation der Schulpflege, distanziert sich klar von Suad Maliqis Verhalten und fordert seinen Rücktritt, teilt Christoph Haefeli, Co-Präsident SP Bezirk Brugg, mit. Als Maliqi vor zweieinhalb Jahren als Parteiloser von der SP Windisch für die Schulpflegewahlen portiert wurde, sei die SP überzeugt gewesen, mit ihm einen Kandidaten zu stellen, der sich in einem Kollegialgremium für das Wohl der Schule Windisch einsetzen wird.«Dies hat sich leider nicht bestätigt.»

Nach dem Ressortentzug führte die SP intensive Gespräche mit Maliqi. Als einzige Lösung für die schwierige Situation wurde ihm der sofortige Rücktritt aus der Schulpflege nahegelegt. «Die SP Windisch hat kein Vertrauen mehr in Suad Maliqi als Schulpfleger und distanziert sich deutlich von seinem Verhalten, welches sich auch zu Beginn des neuen Jahres als sehr widersprüchlich erwiesen hat.»

Die SP fordert ihn auf, per sofort zurückzutreten. Denn es könne nicht sein, dass sich die Schulpflege vorwiegend mit sich selber beschäftigen müsse. Für die AZ waren Karavus und Maliqi nicht erreichbar.

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