Schinznach
Nach zwei Jahren Bauzeit: Die Sanierung vergrössert Sicherheit und Attraktivität

Aufatmen im Ortsteil Oberflachs: Nach Unannehmlichkeiten, Lärm und Umleitungen ist die Ortsdurchfahrt saniert. Nun findet der Ammann die Ortsdurchfahrt als «hochwertigen Lebensraum.»

Hans Christof Wagner
Drucken
Ammann Urs Leuthard (l.) ist überzeugt, dass sich die Investition gelohnt hat.

Ammann Urs Leuthard (l.) ist überzeugt, dass sich die Investition gelohnt hat.

Hans Christof Wagner

2,8 Millionen Franken hat sich die Gemeinde das Projekt kosten lassen, 1,8 Millionen Franken hat der Kanton ausgegeben. Für Gemeindeammann Urs Leuthard eine lohnende Ausgabe. Das Dorf sei mit der 4,6-Millionen-Franken-Investition nicht nur attraktiver geworden, auch die Sicherheit von Velofahrern und Fussgängern, für Leuthard Hauptziel der Sanierung, habe zugenommen. Zugunsten durchgehender Trottoirs wurde die Fahrbahn verschmälert. Zugunsten der Anstösser wurde als letzte Massnahme Flüsterasphalt aufgebracht, der die Rollgeräusche von Autos, Lastwagen und Postautos reduziert.

70 Grundeigentümer beteiligt

Dabei steckt ein Grossteil der Investitionssumme unsichtbar im Untergrund. Als die Arbeiten im Sommer 2014 starteten, ging es zunächst darum, Trinkwasserleitungen und Abwasserkanäle zu erneuern. Eine Vollsperrung samt Umleitung und Ampelbetrieb, Leuthard erinnerte am Freitagabend daran, strapazierte die Nerven der Verkehrsteilnehmer. Der Gemeindeammann dankte den Anstössern für den erlittenen Stress während der zweijährigen Bauarbeiten. «Doch die Arbeiten waren notwendig, lag die letzte grössere Sanierung der Strasse doch schon über 30 Jahre zurück», sagte Leuthard.

«Dass wir die Ortsdurchfahrt von Oberflachs auf der Gesamtlänge von 800 Metern auf einmal sanieren konnten, ist schon etwas Besonderes», betonte Giuliano Sabato, Kreisingenieur beim kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Er sprach von der neuen Ortsdurchfahrt als «hochwertigem Lebensraum». Zu mehr Attraktivität tragen Sabato zufolge auch die gepflasterten Plätze beim Restaurant Linde und die neuen LED-Strassenleuchten bei.

«Zwei Jahre Planung, zwei Jahre Bewilligung, zwei Jahre Bau, bei einem Projekt dieser Grössenordnung ist das eine sehr gute Zeit», sagte Sabato. Zumal 70 Grundeigentümer in die Planung hätten eingebunden werden müssen.

Aktuelle Nachrichten