Einwohnerrat Windisch

Neu gibt es in Windisch eine Fachstelle Integration

Der Eltern-Kind-Treff bleibt erhalten.

Integration

Der Eltern-Kind-Treff bleibt erhalten.

Der Einwohnerrat hat am Mittwochabend über den Ersatz des Treffpunkts Integration diskutiert und zudem zwei Vorlagen genehmigt, die Familien unterstützen.

Die sozialen Themen gaben viel zu diskutieren am Mittwochabend an der Einwohnerratssitzung in Windisch, an der alle 40 Mitglieder anwesend waren. So geht beispielsweise mit dem Treffpunkt Integration Ende 2017 ein Stück Geschichte zu Ende. Dieser kann nicht aufrechterhalten werden, weil sich einerseits Birr nicht weiter beteiligt, andererseits die bisherige Leiterin Kathrin Potratz pensioniert wird. Zudem konnte die Finanzierung nicht breiter abgestützt werden mit der Hilfe anderer Gemeinden.
Der Gemeinderat unterstrich in der Vorlage, dass das Bedürfnis und die Notwendigkeit für Integrationsarbeit in Windisch ausgewiesen sind. Diesen Eindruck teilten auch die Fraktionen. «Integration hilft, Folgekosten zu sparen», meinte beispielsweise Andrea Höbel (CVP). So soll künftig weiterhin eine Fachperson für die Integration zuständig sein, bei einem Pensum von 20 bis 25 Prozent. Das beantragte der Gemeinderat. Angegliedert wird die Integration weiterhin dem Sozialdienst. Dafür rechnet der Gemeinderat mit einem jährlichen Nettoaufwand von 35 000 Franken. Der Bruttokredit, über den der Einwohnerrat bestimmte, beträgt 37 000 Franken, denn der Kanton beteiligt sich mit 2000 Franken. In der Diskussion stellte die SP erfolglos einen Gegenantrag mit einem 40-Prozent-Pensum und einem Kredit von 74'000 Franken. Am Schluss wurde der gemeinderätliche Antrag mit 37:1 genehmigt. Mit diesem Beschluss bleiben der Eltern-Kind-Treff für Fremdsprachige sowie der Deutschunterricht sicher erhalten.


Tagesbetreuung wird ausgebaut

Weniger einig waren sich die Fraktionen beim Ausbau der vergünstigten familienergänzenden Kinderbetreuung. Philipp Umbricht (FDP) stellte einen Rückweisungsantrag, weil die Vorlage nicht behandlungsreif sei. Er kritisierte vor allem, dass bei der Umfrage drei Viertel der potenziellen Nutzer nicht befragt wurden. Gemeinderätin Rosi Magon begründete dies mit mangelnden Ressourcen. Der Rat beschloss, auf die Vorlage einzutreten, und nahm sie mit grossem Mehr an. Damit wird das vergünstigte Angebot der Tagesbetreuung auf den ganzen Tag ausgebaut.
Von links bis rechts einig waren sich die Parteien bei der Einführung von zusätzlichen Vergünstigungen bei den Musikschultarifen für Familien mit unteren und mittleren Einkommen ab Schuljahr 2018/19.

Kompostierplatz wird zurückgebaut

Ausserdem beschlossen die Einwohnerräte einen Verpflichtungskredit von brutto 57'700 Franken, um den Kompostierplatz und die Grüngutsammlung Werkhof zurückzubauen. Danach soll die Gemeinde die Parzelle für mindestens 1,17 Mio. Franken verkaufen – und zwar gemäss SVP-Antrag unbedingt an einen Käufer mit klaren Bauabsichten.

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