Brugg

Neue Idee für den Umikersteg: Eine Ziehbrücke soll über die Aare führen

Die Visualisierung zeigt die Holzkonstruktion, die bei Hochwasser hochgezogen werden kann. zvg

Die Visualisierung zeigt die Holzkonstruktion, die bei Hochwasser hochgezogen werden kann. zvg

Fast auf den Tag genau ein Jahr lang ist es ruhig gewesen um den Steg für die Fussgänger und Velofahrer im Umiker Schachen: Jetzt lanciert der Brugger Stadtrat das Projekt einer Ziehbrücke über die Aare.

Für eine Verbindung für den Langsamverkehr zwischen dem Ortsteil Umiken sowie dem Altenburg- und dem Westquartier verfolgt der Stadtrat die Idee eines Stegs, der laut einer Medienmitteilung «in architektonischer Hinsicht präzis und mit einer gewissen Selbstverständlichkeit» auf den Pfeilern des alten Dachwehrs unmittelbar beim Frei- und Hallenbad zu liegen kommt. Die Rede ist von einer schlichten Konstruktion aus Holz, die bei Hochwasser hochgezogen werden kann. Der Vorteil: Am Steg entstehen keine Beschädigungen und die Personensicherheit bleibt gewährleistet.

Der angedachte Umikersteg fügt sich gemäss Stadtrat durch seine niedrige Lage «rücksichtsvoll in die naturnahe Flusslandschaft ein». Negative Auswirkungen auf das nahegelegene Auenschutzgebiet sollen vermieden werden, fügt die Behörde an. Allerdings müsse das Vorhaben die Testversuche im Zusammenhang mit dem kantonalen Projekt «Sanierung Geschiebesanierung und Wiederherstellung Fischwanderung» ermöglichen.

Noch im Verlauf dieses Sommers will sich der Stadtrat mit den kantonalen Stellen in Verbindung setzen, um die konkreten Vorabklärungen im Hinblick auf das Baugesuchsverfahren zu treffen.

Projekt bachab geschickt

Eine Fussgängerverbindung über die Aare war schon vor Jahrzehnten ein Thema. Ende der Sechzigerjahre lag eine Offerte für den Bau vor. Kostenpunkt: 210 000 Franken. Die damalige Gemeindeversammlung in Umiken wollte allerdings nichts wissen von den Plänen.

Der frühere FDP-Einwohnerrat Alois Wyss reichte im Juni 2013 ein Postulat ein und lud den Stadtrat ein, den Bau eines Fussgängerstegs zu prüfen. Eine direkte Verbindung von der Badi Brugg nach Umiken könnte über die bestehende Wehranlage vermutlich mit relativ geringem Aufwand realisiert werden, hielt Wyss fest. Er zeigte sich überzeugt, dass ein Fussgängersteg eine Aufwertung wäre und von einer breiten Bevölkerungsschicht geschätzt würde.

Attraktiv, lückenlos, sicher

Mit der derzeit laufenden Ortsplanungsrevision «Raum Brugg Windisch» kommt wieder Leben in die Angelegenheit. Denn in einer zweiten Phase wird auch der Kommunale Gesamtplan Verkehr (KGV) erarbeitet. Voraussichtlich gegen Ende dieses Jahres wird dieses Planungsinstrument der Bevölkerung vorgestellt.

Der KGV enthält unter anderem Massnahmen zum Thema Fuss- und Radverkehr. Ziel ist es, so der Stadtrat, das Fuss- und Radwegnetz attraktiv, lückenlos und sicher zu gestalten.

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Autor

Michael Hunziker

Michael Hunziker

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