Windisch

Neuer Standort im Dägerli: Der Gemeinderat reorganisiert seine kommunalen Werke

Das Elektrizitäts- und Wasserwerk Windisch (EWW) ist organisatorisch in die Gemeinde eingebunden.

Das Elektrizitäts- und Wasserwerk Windisch (EWW) ist organisatorisch in die Gemeinde eingebunden.

Der Gemeinderat Windisch hat sich dazu entschieden, sein Elektrizitäts- und Wasserwerk neu zu organisieren. Hinzu kommt deswegen ein neuer Betriebsstandort. Valentin Schmid wird zudem ab Oktober als Leiter der Kommunale Werke fungieren.

Die Anforderungen an das Elektrizitätswerk haben in den letzten Jahren zugenommen. Die regulatorischen Anforderungen steigen stetig und die Komplexität nimmt mit fortschreitender Marktöffnung weiter zu. Auch beim Wasserwerk stehen, unter anderem aufgrund der Klimaveränderung, grosse Herausforderungen an, um die Versorgungssicherheit langfristig gewährleisten zu können.

Die Bevölkerung hat im Jahr 2018 einen Kredit zur Prüfung einer Verselbstständigung des Elektrizitäts- und Wasserwerks abgelehnt. Somit verbleiben diese beiden Werke organisatorisch in die Gemeinde eingebunden. «Der Gemeinderat hat die Aufgabe, die Werke für die Zukunft so aufzustellen, dass sie für die kommenden Herausforderungen gerüstet sind», heisst es in einer Medienmitteilung. Aus diesem Grund habe er mit Hilfe einer externen Firma die Personalressourcen und die Organisation des Elektrizitätswerks, des Wasserwerks und des Bauamts geprüft. Dabei sollte der Fokus darauf gerichtet sein, dass die drei Bereiche enger miteinander zusammenarbeiten und die möglichen Synergien noch besser genutzt werden.

Neue Stelle wird ab Oktober besetzt

«Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse hat der Gemeinderat entschieden, die drei Bereiche unter dem Dach ‹Kommunale Werke› als eigenständige Abteilung zu organisieren. Die neu geschaffene Funktion des Leiters Kommunale Werke soll diese Abteilung führen.»

Nachdem sich Ueli Bettler nach 21-jähriger Tätigkeit beim Elektrizitätswerk Windisch entschieden hat, per 1. November 2020 eine neue Herausforderung bei einem anderen EW-Betreiber anzunehmen, wird die Stelle per 1. Oktober mit Valentin Schmid besetzt. Schmid ist Elektromonteur und -ingenieur. Zudem kennt er die kommunalen Werke aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als Gemeindeammann und Ressortvorsteher in Spreitenbach bestens.

Entstehen soll ein gemeinsamer Werkhof

Nebst den personellen und organisatorischen Änderungen sollen die Kommunalen Werke durch einen neuen Betriebsstandort gestärkt werden. Als wirtschaftlich und betrieblich geeignetster Standort wurde ein gemeinsamer Betriebsstandort für das Bauamt und die beiden Werke EW und WW evaluiert. «Mit dem neuen Standort im Dägerli können alle drei Werke nicht nur organisatorisch, sondern auch räumlich unter einem Dach vereint werden», heisst es in der Mitteilung. Das stärke die Zusammenarbeit. Eine Sanierung und Erweiterung der bestehenden Räumlichkeiten sei weder wirtschaftlich noch vom Standort her sinnvoll.

Dazu kommt, dass der heutige Betriebsstandort des Elektrizitäts- und Wasserwerks Windisch baulich «erneuerungsbedürftig, technisch veraltet und betrieblich ungenügend» aus­gestattet ist, wie es in der Einwohnerratsbotschaft heisst. Der heutige Standort liegt mitten im Zentrum von Windisch, umgeben von Wohn- und Dienstleistungsnutzungen, was zunehmend zu störendem Werk­verkehr und unliebsamen Be­lästigungen ausserhalb der normalen Arbeitszeiten (Piketteinsätze) führe. Der Projektierungskredit für die Erweiterung des Werkhofs im Dägerli beträgt 380000 Franken und wird dem Einwohnerrat im Oktober vorgelegt. (az/jam)

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