Zur Erinnerung: Zuerst wurde das Gesuch der Atomkraftgegner für die zukünftige Durchführung der Mahnwache vor dem Sitz des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (Ensi) an der Industriestrasse abgelehnt. Der Stadtrat Brugg indes hiess die Einsprache der Atomkraftgegner gut und entschied, dass es grundsätzlich keine Bewilligung braucht.

Gleichzeitig legte die Behörde die Bedingungen fest: Unter anderem wird die Teilnehmerzahl auf sechs Personen pro Mahnwache beschränkt. Überdies dürfen Fussgänger generell nicht angesprochen werden. Auch die Zahl der Stopp-Atom-Fahnen wird auf zwei Exemplare pro Mahnwache beschränkt.

800. Mahnwache in Brugg: Die Grussbotschaften aus Japan, der Türkei und Benken ZH.

800. Mahnwache in Brugg am 11. März 2015: Die Grussbotschaften aus Japan, der Türkei und Benken ZH zum Fukushima-Jahrestag.

Für Atomkraftgegner Heini Glauser aus Windisch und Anwalt Leo Scherer aus Wettingen sind drei der Bedingungen zu restriktiv und zu unklar. Deshalb richten sie ein Wiedererwägungsgesuch an den Stadtrat mit der Bitte, die Punkte im Entscheid zu präzisieren, damit die Umsetzung und die allfällige Kontrolle durch die Regionalpolizei praktikabel und ohne bürokratischen Grossaufwand vollzogen werden kann.

Konkret fordern sie, dass die Mahnwache in der Regel aus sechs bis neun Personen bestehen darf, dass zwei bis drei grosse Fahnen mitgeführt werden dürfen und dass kleine Fahnen keiner Begrenzung unterliegen. Auch möchten die Atomkraftgegner formuliert haben, dass die Teilnehmer der Mahnwache «nicht aktiv, aufdringlich, lautstark und systematisch alle Fussgänger ansprechen und anhalten». (mhu)