Bözberg

Nick Alpiger erschwingt sich vor 850 Zuschauern das Kalb «Bali»

Rund 850 Gäste erfreuten sich am Bözberg-Schwinget. Nick Alpiger vom Schwingklub Lenzburg siegte vor Tobias Widmer und David Schmid.

Beste Bedingungen herrschten beim Regional-Schwingfest auf dem Bözberg im Dorfteil Ursprung vor. Der organisierende Schwingklub Baden-Brugg konnte gestern ein sehr gutes Teilnehmerfeld mit 63 Schwingern, darunter vier eidgenössische Kranzschwinger, präsentieren: Nick Alpiger, Patrick Räbmatter, David Schmid und Andi Imhof.

Ausgerechnet Klub-Eidgenosse Christoph Bieri musste bei seinem Heimschwinget wettkampfmässig Forfait geben. Er hatte sich an Auffahrt am Baselstädter-Schwinget verletzt. So beobachtete er diesmal als Kampfrichter, wie seine Konkurrenten die Gegner ins Sägemehl drückten.

63 Schwinger nahmen am Regional-Schwingfest auf dem Bözberg teil

63 Schwinger nahmen am Regional-Schwingfest auf dem Bözberg teil

  

Morgens um 10 Uhr ging es los mit den Aktivschwingern. Auf drei Schwingplätzen konnten die Gäste von der Tribüne aus oder an den Festbänken sitzend, spannende und faire Kämpfe beobachten. Nebst besagten Eidgenossen trat eine Auswahl der stärksten Aargauer Schwinger sowie Vertreter der Gast-Schwingklubs Heinzerberg GR und Bürglen AR an.

«Das Spezielle am Bözberg-Schwinget ist, dass wir vier Eidgenossen unter den Schwingern präsentieren können. Erwähnenswert ist auch der grosszügige Platz: Hier sind die Leute sehr nah am Geschehen», sagte OK-Präsident Thomas Notter. Wieso gleich vier eidgenössische Kranzschwinger das regionale Bözberg-Schwinget beehrten, erklärte Notter damit: «In diesem Jahr passte es wohl einfach von den Trainingsplänen als auch von den Wettkämpfen her. Zudem findet 2018 kein Eidgenössisches Schwingfest statt.»

«Wenn ihr den Geist des Schwingsports erleben wollt, dann müsst ihr an die regionalen Schwingfeste gehen und nicht als Erstes an ein Eidgenössisches. Hier kann man gemütlich nebeneinander sitzen und sich austauschen», erklärte Thomas Notter in seiner Ansprache an die Gäste. Tatsächlich erinnerte das Schwinget auch an ein kleines Volksfest.

Dank des prächtigen Wetters waren die Kinder gefragt, die mit ihrem Leiterwägeli Wasser und Softdrinks verkauften. Im Festzelt hatten die Helfer alle Hände voll zu tun, um die Getränke und Menüs unter die Leute zu bringen. Und die Kinder konnten sich an den Kälbern «Bali» und «Bianca» kaum sattsehen.

Lautstarke Unterstützung

Bei aller Gemütlichkeit – auf dem Wettkampfplatz ging es nach der Pause wieder zur Sache. Dominik Schwegler, vom Schwingklub Baden-Brugg, kämpfte. Ein Klubmitglied unterstützte «Schwegi» mit seinen Zurufen.

Währenddessen bereitete sich der Führende Nick Alpiger, vom Schwingklub Lenzburg, auf seinen Einsatz gegen David Schmid vom Schwingklub Fricktal vor: Er stieg in die Schwingerhose, lief hin und her, dann zum Brunnen, um sich abzukühlen. Alpiger liess die Schultern kreisen und schwang die Arme.

Dann ging es um Platz 1: Alpiger Nick gegen Schmid David, sagte der Speaker. Die beiden Eidgenossen standen sich gegenüber, packten sich an den Schwingerhosen. Relativ rassig drückte Alpiger Schmid auf den Boden, dieser wehrte sich heftig. Alpiger liess nicht locker, bis Schmid mit dem Rücken im Sägemehl lag.

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