Brugg
Nun wohnen Studenten in der «Alten Post»

Der Verein für Studentisches Wohnen Region Brugg-Windisch ist im vergangenen Jahr mit einem blauen Auge davongekommen.

Claudia Meier
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In der «Alten Post» dürften bald alle vier Zimmer von Studierenden bewohnt sein.

In der «Alten Post» dürften bald alle vier Zimmer von Studierenden bewohnt sein.

cm (15. Januar 2021

Die Coronasituation mit Fernunterricht an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) fordert auch den Verein für Studentisches Wohnen Region Brugg-Windisch stark. Der Verein bietet eine Plattform für Studierende und Anbieter von günstigen Wohnungsangeboten im Aargau. «Die Fachhochschule ist seit dem 16. März 2020 in einem Lockdown», hält Vereinspräsident Kurt Schneider aus Hausen fest. Nur während einer kurzen Zeit bei Studienbeginn im September seien die Studenten und Studentinnen (SuS) vor Ort gewesen. Derzeit fänden höchstens Prüfungen oder Laborarbeiten als Präsenzveranstaltungen statt.

Auch das Paul-Scherrer-Institut (PSI) hat einige Zeit die Aufgaben vor Ort vollkommen in die privaten Wohnungen verbannt. Derzeit sind nur diejenigen am PSI anwesend, die etwa auf die Labors angewiesen sind.

Kurzer Leerstand erwartet

«Gemäss dem provisorischen Jahresabschluss sind wir mit einem blauen Auge davongekommen», so Kurt Schneider. Dies habe der Verein neben dem guten und flexiblen Angebot auch Immobilienbewirtschafterin Elisabeth Merkli von der Aarbila GmbH zu verdanken, «die in dieser Zeit mit viel Wechsel konfrontiert war und die Neubesetzung aktiv bewirtschaftete».

Seit dem 1. Januar hat der Verein vier Zimmer für SuS in der «Alten Post» an der Hauptstrasse 12 neu im Angebot. «Wir konnten von der Stadt Brugg eine Wohnung mieten», berichtet Schneider. Eine Person ist hier bereits eingezogen und «es zeichnet sich ein kurzer Leerstand der anderen Zimmer ab, da es sich um eine sehr gute Lage und für uns geeignetes Objekt handelt».

Der Leerbestand beträgt aktuell etwa 5 Prozent

Mit der Wohnung in der «Alten Post» verfügt der Verein total über 68 Zimmer, die er den Studierenden und Personen in Ausbildung anbieten kann. «Aktuell weisen wir in unserem Portfolio einen Leerstand von zirka 5 Prozent aus, was 3 bis 4 Zimmern entspricht», sagt der Präsident. Dies liege über dem Schnitt der letzten Jahre, «aber innerhalb unseres umsichtigen Budgets».

Der Verein wird weiterhin Wohnungen prüfen, die ihm angeboten werden. Bezüglich eigenen Bauprojekts bei der Sportanlage Au gibt es keine Neuigkeiten. Die Grundlagen (Oase und Mittelschule) für einen Stadtratsentscheid sind auf kantonaler Ebene noch nicht beschlossen. Schneider erwartet Klärung in der ersten Hälfte 2021.