Brugg

«Pavillon Utopia» zwischen Stadthaus und Eisi-Park: So kommt Theaterfeeling ans Stadtfest

Die Visualisierung zeigt den geplanten «Pavillon Utopia». Er soll zwischen dem Stadthaus und dem Eisi-Park zu stehen kommen.

Die Visualisierung zeigt den geplanten «Pavillon Utopia». Er soll zwischen dem Stadthaus und dem Eisi-Park zu stehen kommen.

Junge Windischer organisieren mit Unterstützung der Theaterproduktion «Heimat 52» eine Beiz hinter dem Stadthaus Brugg.

Achtlos ziehen die Passanten am Steinbrunnen hinter dem Stadthaus in Brugg vorbei. Der Eisi-Park; menschenleer. Ende August soll sich das ändern: Rund um den Brunnen wird am Stadtfest Brugg eine 16 Meter lange Holzkonstruktion zu stehen kommen, der «Pavillon Utopia».

Dazugehörend wird auf der Wiese hinter dem Brunnen ein 8 Meter hoher Turm errichtet. «Das soll eine Aussichtsplattform sein, von der aus Windisch sichtbar wird», erklärt Marco Tschudin. Der 28-Jährige organisiert zusammen mit Severin Lauper (27), Sina Ringeisen (27) sowie Lina (25) und Filip Bolt (28) den «Pavillon Utopia».

Ausser Sina Ringeisen stammen alle OK-Mitglieder aus Windisch. «Wir sind in Unterwindisch aufgewachsen», sagt Lina Bolt. Dort sind die Freunde keine Unbekannten: Sie haben regelmässig eine WM-Bar im Unterdorf organisiert.

Aufgrund dieser Erfahrung hatten sie die Idee, eine Beiz am Stadtfest zu betreiben. Unterstützt wird das Projekt von der Theaterproduktion «Heimat 52» des Vereins «Zufall regiert», wo die Eltern von Lina und Philip Bolt involviert sind.

«Die Beiz ist der Link zwischen Theaterproduktion und Stadtfest», sagt Marco Tschudin. So wird das Projekt auch vom Theaterverein finanziert. Allerdings hoffen die Organisatoren, dass sich das Projekt mit den Einnahmen am Stadtfest schlussendlich selber trägt.

Dass der «Pavillon Utopia» zur Theaterproduktion gehört, soll aber für die Besucher spürbar sein. «Geplant sind Projektionen des Theaters an den Wänden», so Lina Bolt. Auch werden Mitglieder des Theatervereins in der Beiz mithelfen.

Kubb, Musik und gutes Essen

Inputs und Hilfe bei der Planung des «Pavillon Utopia» liefern viele verschiedene Leute – vor allem Freunde und Bekannte der fünf Organisatoren. «Wir stehen auch in Kontakt mit dem Kubb Club Wasserschloss», sagt Marco Tschudin und fügt an: «Durch die Zusammenarbeit entsteht die Möglichkeit, Turniere und spontane Spiele für alle Besucher des Stadtfests zu veranstalten.»

Samstag- und Sonntagabend werden zudem Bands in der Beiz auftreten. In der Nacht sorgt dann ein Freund der Truppe als DJ für Club-Stimmung. Was noch fehlt, sind mehr Helfer hinter der Bar.

Lina Bolt und Marco Tschudin beim Brunnen, wo die Beiz geplant ist.

Lina Bolt und Marco Tschudin beim Brunnen, wo die Beiz geplant ist.

In der Küche sorgt Markus Spicher von der Schreinerei Spicher aus Brugg für allerlei Leckerein. Neben kleinen Take-away-Portionen werden die Gäste in der Beiz auch kalte Platten und verschiedene warme Gerichte erhalten. «Bei uns sollen die Leute verweilen und geniessen können», sagt Lina Bolt. Bislang seien französische Gerichte geplant. Was genau auf dem Speiseplan stehen wird, ist aber noch nicht bekannt.

Alle konzeptionellen Ideen stehen bereits, auch der Auf- und Abbau ist organisiert. Dieser wird mithilfe von einem professionellen Team durchgeführt. Ob es im «Pavillon Utopia» auch das selbst gebraute Theaterbier der «Heimat 52» geben wird, können die Organisatoren noch nicht sagen. Allgemein müssen die fünf Organisatoren sich nun der Detailplanung widmen. «Die nächsten Schritte beinhalten das Bestimmen der Innendekoration und das Verkosten der Menüs», sagt Lina Bolt.

Noch einiges steht an. Ist das Ganze den jungen Leuten neben Studium und Arbeit nicht zu viel? Nein. «Uns macht die Arbeit Spass.» Da sie alle gute Freunde seien und bereits gemeinsam die WM-Bar organisiert haben, sei das gemeinsame Planen für alle ein tolles Erlebnis.

Nur die Grösse des Projekts ist neu für die Organisationsgruppe. Abgeschreckt hat das die Fünf nicht. «Wir haben einfach vorzu gearbeitet und daraus ist schliesslich das Projekt entstanden», so Lina Bolt. Während des Fests werden die Organisatoren hinter der Bar aushelfen und überall sonst, wo Not am Mann herrscht.

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