Brugg
Plakette zur Brugger Fasnacht spielt auf die «Chnöpf» der Stadt an

Am 6. März startet die Brugger Fasnacht. Ein Vorbote ist die Plakette, die seit kurzem erhältlich ist. Das Motto lautet «Chnopf», was man unterschiedlich deuten kann.

Elisabeth Feller
Drucken
Chnopf ist das Sujet auf den Fasnachtsplaketten 2014. ZVG

Chnopf ist das Sujet auf den Fasnachtsplaketten 2014. ZVG

An Zunftmeister Hugo Schmids Revers haftet unübersehbar die Brugger Fasnachtsplakette 2014. In Gold. Zweierlei fällt auf: Das Wort Chnopf und ein Kerlchen mit schiefen Zähnen und einer Narrenkappe – eben ein Chnopf.

Was auf Schweizerdeutsch ein kleines Kind meint. «Aber», sagt Hugo Schmid mit verschmitztem Lächeln, «man kann das heurige Motto auch anders deuten: als Chnopf, den es zu entwirren gilt.» Hat die Stadt Brugg demnach Chnöpf? Wenn ja, wie viele?

Brugger Fasnacht 2014

Do 6. März, 18.44 Uhr: Laternenumzug, Altstadt; Häxered/Guggen, Storchenturm

Fr 7. März, 18.30 Uhr: 8. Guggen-Openair

Sa 8. März, 13.30 Uhr: Kinderfasnacht im Salzhaus, 19.30 Uhr: Black&White-Wagennacht

So, 9. März, 14 Uhr: Umzug; Eintritt 8 Fr.; Plaketten gelten auch als Eintritt. Täglich geöffnet ist die Black&White-Bar im Storchenturm. Schnitzelbänke der Värslischmitte im Salzhaus; Rrätz-Keller. (AZ)

«Ich meine, es müssen noch einige Chnöpf gelöst werden», sagt der Zunftmeister, der sich nach 15 Jahren zurückziehen wollte, aber keinen Nachfolger findet und deshalb noch im Amt bleibt. Das politische Pulver soll nicht frühzeitig verschossen werden; Spannung muss sein.

Die Plakette mit dem lausbubenhaften Chnopf gibt es seit kurzem – und das wie gewohnt in Kupfer, Silber und Gold, was sich im Preis niederschlägt. Schöpfer dieser fasnächtlichen Spezialität ist der Zunftgrafiker und Freiherr zu Tusch und Feder, Sepp Marty, auch Schöpfer des traditionellen Posters.

Das diesjährige ist das 38. und zugleich letzte, das Marty gestaltet hat. Es zeigt mit dem «Schwarzen Turm» das Brugger Wahrzeichen schlechthin sowie die auf dem Brückengeländer sitzende Aarejungfrau oder Schwarzturmnixe. Marty, so Schmid, habe ein feines Händchen für die Umsetzung von Themen, die in der Luft lägen.

So habe Marty etwa im Jahre 2000 das Sujet «Zämehebe» aufgegriffen: «Da wurde bereits der mögliche Zusammenschluss von Brugg und Windisch präsentiert.» Der Poster ist das Eine, die Plakette, das Andere. Ist sie wichtig? Hugo Schmid nickt: «Und ob. Sie geniesst einen sehr grossen Stellenwert.» Das sagt der Zunftmeister aufgrund vieler Rückmeldungen: «Wir werden angesprochen, bekommen auch Mails, die uns bestätigen: Ohne Plakette kann die Fasnacht nicht über die Bühne gehen.»

«Es het, so langs het»

Nur schade, bedauert Schmid, dass die diesjährige Ausgabe noch so wenig im Brugger Strassenbild gesichtet werde. Hergestellt wird die Brugger Plakette übrigens in einer der Schweizer Fasnachts-Hochburgen: Basel. Wie viele Stück es sind, will Schmid nicht verraten. Bloss so viel: «Es het, so langs het.» Am Umzug, dem Kernstück der Brugger Fasnacht, seien meistens nur noch wenige erhältlich.

Wer den Umzug sehen will, zahlt Eintritt. Dafür bekommt er einen Bändel. «Weil anderweitig die Fasnacht schon vorbei ist, bei uns aber spät stattfindet, haben wir viele Auswärtige», sagt Schmid. Der Zunftmeister gibt sich im Hinblick auf den 9. März optimistisch. Er rechnet über den Daumen gepeilt mit rund 20 000 Zuschauern. Nicht nur Chnöpf, lies: Kinder.

Plakette/Poster Vorverkaufsstellen in Brugg sind: Coiffure Bruno; Leder Küng; Steini Bike und City Apotheke, Drogerie Kuhn AG.