Region Brugg
Über 500 Stunden Arbeit: So viel leistet das Organisationskomitee für den «slowUp»

Mit dem «slowUp» Brugg Regio steht der Sonntag, 14. August, für viele ganz im Zeichen von Bewegung an der frischen Luft in einem geselligen Rahmen. Damit der Anlass reibungslos vonstattengeht, ist hinter den Kulissen viel Arbeit nötig. Eine Herausforderung ist das knappe Budget.

Deborah Bläuer
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Das Tempo kann beim «slowUp» individuell gewählt werden.

Das Tempo kann beim «slowUp» individuell gewählt werden.

zvg

Bald ist es wieder so weit: Auf 33 Kilometer autofreier Strasse werden am Sonntag, 14. August, Gross und Klein durch die Region Brugg radeln, inlineskaten oder joggen. Doch das kostenlose Freizeitvergnügen für die 30’000 erwarteten Besucherinnen und Besucher ist für die Organisierenden mit viel Aufwand verbunden.

Enge Zusammenarbeit mit Polizei und Gemeinden

Unter der Projektleitung der regionalen Standortförderung Brugg Regio wird der Anlass von einem Organisationskomitee in enger Zusammenarbeit mit der Polizei und den Gemeinden organisiert. Die Hauptleitung hat Cornelia Hubmann, Projektleiterin bei Brugg Regio, inne, die aufgrund von Abwesenheit und beschränkten Kapazitäten für diesen Artikel keine Auskunft geben konnte.

Bewilligungen einholen und ein Sicherheitsdossier erstellen

Bereits ein Jahr im Voraus wird in der Regel mit den Vorbereitungen begonnen, wie Thilo Capodanno, Geschäftsleiter von Brugg Regio und Mitglied des Organisationskomitees «slowUp» Brugg Regio, verrät.

Ein besonders grosser Brocken ist der Bereich Strecken/Verkehr/Sicherheit. Die Realisierung von Streckensperrungen, Umleitungen, Bewilligungen einholen, die Festlegung der Streckenführung, das Informieren der vom «slowUp» direkt betroffenen Anwohner (dies geschieht durch die jeweilige Gemeinde), das Erstellen eines Sicherheitsdossiers usw. – die Liste der Aufgaben ist lang.

Aber auch die Bereiche Sponsoring, Marketing, Finanzen, Rahmenprogramm und Infrastruktur geben viel Arbeit. Es gilt die Abfallentsorgung sicherzustellen, das Material für die Festplätze wie Bänke, Zelte und Hüpfburgen muss geliefert und auch wieder abgeholt werden, die Website soll stets aktuell sein und noch vieles mehr.

Auch dieses Jahr wird der «slowUp» Brugg Regio wieder an der Klosterkirche Königsfelden in Windisch vorbeiführen.

Auch dieses Jahr wird der «slowUp» Brugg Regio wieder an der Klosterkirche Königsfelden in Windisch vorbeiführen.

zvg

Wegen Schwingfest um eine Woche verschoben

Aufgrund des Nordwestschweizer Schwingfests in Brugg wurde der «slowUp» Brugg Regio dieses Jahr um eine Woche nach hinten verschoben. Wie Thilo Capodanno sagt, habe dies jedoch bis auf die Kommunikation keinen Mehraufwand gegeben.

Eine besondere Herausforderung sei hingegen jeweils die Koordination der zahlreichen Organisationen, die es braucht, um die Sicherheit zu gewährleisten: die Regionalpolizei und die Kantonspolizei, die Gemeinden, der Kanton, der Verkehrsdienst, die Feuerwehren, Samariter, Eventtechniker und weitere wichtige Akteure.

Thilo Capodanno ist Geschäftsführer von Brugg Regio.

Thilo Capodanno ist Geschäftsführer von Brugg Regio.

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Nach dem Anlass und dem Aufräumen gibt es noch ein Debriefing mit dem Lizenzgeber «slowUp» Schweiz. Die Marke «slowUp» ist geschützt. Wer einen solchen Anlass durchführen möchte, muss ein Lizenzgesuch zusammen mit einem Veranstaltungskonzept einreichen.

Für das OK des «slowUp» Brugg Regio fallen gut 500 Arbeitsstunden an und am Anlass selbst werden zirka 100 Helferinnen und Helfer, von Feuerwehr über den Verkehrsdienst bis hin zu den Streckenverantwortlichen der Gemeinden, im Einsatz sein.

150'000 Franken beträgt das Budget

Da der «slowUp» Brugg Regio ausschliesslich über Sponsorengelder finanziert wird, haben sich die Veranstalter strikt ans Budget zu halten. Rund 150'000 Franken sind es diesmal. «Ein knappes Budget», wie Thilo Capodanno bestätigt.