Scherz
Rentnerin aus Scherz: «Kriege und Ungerechtigkeit lassen mich leiden»

Elisabeth Suter Mozos holte sie die Ausstellung «Weben fürs Leben» in ihr Dorf. Dabei werden Teppiche von kurdischen Frauen im Spiralenraum ausgestellt.

Barbara Scherer
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«Die Menschen sollten lernen zuzuhören und offen zu sein für Neues», sagt Elisabeth Suter Mozos. Mit dieser Einstellung holte sie die Ausstellung «Weben fürs Leben» in ihr Dorf. Dabei werden Teppiche von kurdischen Frauen im Spiralenraum ausgestellt und direkt an interessierte Besucher verkauft.

Gleichzeitig wird ein Rahmenprogramm rund um das Thema Kurden geboten.

Um etwas mehr Leben und Farbe nach Scherz zu bringen, werden am Sonntagnachmittag Aleviten aus Windisch einen traditionellen Tanz aufführen. Bei den Aleviten handelt es sich um eine liberale religiöse Bewegung aus dem schiitischen Islam. «Der Tanz ist nur paarweise möglich, denn Frauen sind gleichberechtigt bei den Aleviten», sagt Suter.

Seit Jahren sozial aktiv

Die Rentnerin ist schon seit Jahren sozial aktiv. In den achtziger Jahren engagierte sie sich in der Organisation Asyl Forum. Dort lernte sie beim Kaffeeausschenken die ersten Kurden kennen.

Als sie dann im Romero Haus in Luzern die Ausstellung «Weben fürs Leben» sah, war für sie klar dass sie mithelfen wolle. «Ich leide unter all den Kriegen und Ungerechtigkeiten auf dieser Welt», sagt Suter.

Bei dem Projekt Weben fürs Leben erhalten die Weberinnen den vollen Betrag für die verkauften Teppiche. Denn die Mitglieder des Projekts, die die Teppiche holen, zahlen die Reise zur Weberei selber. Sie selbst sei allerdings noch nie in Kurdistan gewesen, sagt Suter. Grund seien gesundheitliche Probleme. Aber der Traum lebe weiter.

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