Handicap-Day

Rollstuhl-Hunderennen in Brugg: Beckas Geschichte ist eine traurige

Rollstuhl-Hunderennen in Brugg: Beckas Geschichte ist eine traurige

Becka rennt: Eindrücke vom Rolli-Rennen am Handicap-Day für Hunde auf der Schacheninsel in Brugg.

Am Handicap-Day für behinderte Hunde in Brugg ist erstmals ein «Rolli-Rennen» ausgetragen worden – für gelähmte Hunde und solche mit zwei oder drei Beinen. Die Geschichten dieser Hunde sind oft wenig schön und beginnen oft im Ausland.

Becka rennt. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Die kleine Hündin hat dafür nur ihre Vorderbeine zur Verfügung, die Hinterläufe sind gelähmt. Ein spezielles Gestell mit zwei Rädern, ein Hunderollstuhl, unterstützt sie bei der Fortbewegung. Am Sonntag war sie mit ihrem Rolli für einmal eine von vielen: Im Rahmen des Handicap-Day für behinderte Hunde ist erstmals ein Rolli-Rennen ausgetragen worden.

Die meisten der Hunde, die am Rennen teilgenommen haben, kommen aus dem Ausland. «Sie werden zum Beispiel angefahren und wieder zusammengeflickt», sagt Susanne Karrer, Präsidentin des Vereins für behinderte Hunde, gegenüber Tele M1. «Im Tierheim fristen sie dann ihr Dasein – bis sie vielleicht jemand adoptiert.»

Dieses Glück hatte Becka. Die gelähmte Hündin lebt heute bei Belle Glauser. Becka kommt aus Russland. «Ihre ehemaligen Besitzer hatten vermutlich einen Streit, dabei ist die Hündin aus dem fünften Stock aus dem Fenster geworfen worden», erzählt Glauser. Becka brach sich dabei den Rücken. Tierschützer brachten sie in die Schweiz, wo sie bei Belle Glauser ein neues Zuhause fand. Und einen Rolli bekam. (smo)

Mehr zum Handicap-Day in der Sendung «tierisch» am 23. Mai auf Tele M1 und Tele Züri.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1