Schinznach-Bad

Schinznach-Bad verabschiedet an letzter Gemeindeversammlung die BNO

Diese drei Frauen aus Schinznach-Bad stossen nach der letzten Gemeindeversammlung an.

Diese drei Frauen aus Schinznach-Bad stossen nach der letzten Gemeindeversammlung an.

Die letzte Gemeindeversammlung in der Geschichte der Gemeinde Schinznach-Bad ging erstaunlich sachlich-nüchtern über die Bühne.

Das wars. Gemeindeammann Angela Lunginovic schloss die letzte Gemeindeversammlung in der Geschichte von Schinznach-Bad mit den Worten: «Vielen Dank für Ihr Vertrauen.» Ab 1. Januar ist Schinznach-Bad Teil der Stadt Brugg.

Zuvor hatten die Bürger – mit 74 Anwesenden nahmen 9,2% der Stimmberechtigten an der Gmeind teil – über wenige Geschäfte zu beraten. Das wichtigste: die Genehmigung der gesamtrevidierten Bau- und Nutzungsordnung (BNO) mit Zonenplan. Gemeinderat Boris Charpié führte nochmals aus, was es damit auf sich hat. Unterstützung bekam er seitens des Büros arcoplan aus Ennetbaden, das für die Erarbeitung der Planungsunterlagen zuständig war.

Autohändler Amag reichte Einwendung ein

So wurde nochmals erwähnt, dass der Autohändler Amag eine Einwendung einreichte bezüglich Gestaltungsplanpflicht auf dem in der Gewerbezone befindenden Areal. Der Gemeinderat hiess die Einwendung gut.

Nach den detaillierten Ausführungen gab es keine einzige Frage aus dem Plenum – sehr zum Erstaunen der Gemeinderäte. Die revidierte BNO wurde grossmehrheitlich angenommen. Genauso wie die beiden Kreditabrechnungen Sanierung der Sonderbauwerke Abwasser sowie Sanierung des Grundwasserpumpwerks. Beide Kreditabrechnungen wiesen eine Kreditunterschreitung aus. Weiter wurden von der Gemeindeversammlung drei Personen diskussionslos eingebürgert.

Unter Verschiedenes wollte dann ein Stimmbürger noch wissen, wie sehr die Fusion von Brugg und Schinznach-Bad das Budget der Stadt Brugg belastet. Denn dieses sieht ein Minus von 500 000 Franken vor. Es war der Moment für den ebenfalls anwesenden Brugger Vizeammann Leo Geissmann, der für die Finanzen der Stadt Brugg zuständig ist. Er machte deutlich, dass noch andere Entwicklungen – beispielsweise jene im Sozialbereich – zu diesem negativen Ergebnis beitragen, und beruhigte so die Gemüter.

Regierungsrat hält Rede am Neujahrsempfang

Nachdem diese Frage beantwortet war, ergriff auch noch die Brugger Frau Stadtammann, Barbara Horlacher, das Wort. Sie überbrachte Grussworte aus der Stadt Brugg: «Herzlichen Dank, dass wir hier sein dürfen. Und vielen Dank an all jene, die an diesem Fusions-Projekt mitgearbeitet haben. Allen voran den Mitarbeitenden der Gemeinde Schinznach-Bad. Wir in Brugg freuen uns auf den neuen Stadtteil und auf Sie. Wir hoffen, dass Sie sich bald als Teil dieser Stadt fühlen.» Horlacher lud die Einwohnerinnen und Einwohner zum Neujahrsempfang am 1. Januar um 16 Uhr im Brugger Salzhaus ein. Dann wird auch Landammann Urs Hofmann anwesend sein und eine Rede halten.

Von Gemeindeammann Angela Lunginovic verabschiedet wurden im Anschluss die verschiedenen Kommissionsmitglieder mit Blumen für die Frauen und Wein für die Männer. Den Gemeinderat und die Mitarbeitenden der Verwaltung wird sie am Weihnachtsessen würdigen. Und dann war die Gmeind vorbei. Nach etwas mehr als einer Stunde beschloss Lunginovic diese letzte Gemeindeversammlung in der Geschichte von Schinznach-Bad, die nüchtern-sachlich über die Bühne ging.

Angeregter ging es dann am Apéro nach der Versammlung – es wurde Wein von der Weinbaugenossenschaft Schinznach kredenzt – zu und her. Die Anwesenden hatten die Gelegenheit, mit dem gesamten Brugger Stadtrat ins Gespräch zu kommen – und auch mit dem einzigen anwesenden Brugger Einwohnerrat Markus Lang (GLP). Er meinte: «Die Aufgabe des Einwohnerrats wird es in den nächsten zwei Jahren sein, die Interessen des Ortsteils Schinznach-Bad würdig zu vertreten.» 

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