Brugg

Schulhaus Stapfer: Im neuen Sockel finden zwei Klassenzimmer Platz

Erweiterung des Schulhauses Stapfer: So präsentiert sich der Vorschlag des Brugger Büros Liechti Graf Zumsteg Architekten. Liechti Graf Zumsteg Architekten/zvg

Erweiterung des Schulhauses Stapfer: So präsentiert sich der Vorschlag des Brugger Büros Liechti Graf Zumsteg Architekten. Liechti Graf Zumsteg Architekten/zvg

Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Das Schulhaus soll mit einem Sockelbau erweitert werden. Das Siegerprojekt stammt vom Büro Liechti Graf Zumsteg Architekten und wurde aus acht eingereichten Projekten ausgewählt.

Brugg will ein attraktiver Bildungsstandort bleiben. So viel steht fest. Das altehrwürdige Schulhaus Stapfer wird deshalb saniert und erweitert. Für das Vorhaben ist ein Projektwettbewerb durchgeführt worden. 22 Architektenteams haben sich beworben, 8 sind zur Teilnahme eingeladen worden.

Die Jury empfiehlt dem Stadtrat das Projekt «Ob die Granatbäume blühen» des Büros Liechti Graf Zumsteg Architekten aus Brugg zur weiteren Bearbeitung. Dieses schlägt eine als flacher Sockelbau gestaltete Erweiterung vor, in der zwei Klassenzimmer sowie ein Gruppenraum unterbracht werden. Im Oktober hat der Stadtrat dieser Empfehlung zugestimmt.

Am Samstagvormittag werden im Rathaussaal das Siegerprojekt sowie alle weiteren Arbeiten gezeigt. An der Presseorientierung vom Freitag gab der Architekt und Wettbewerbsbegleiter Christian Stahel seiner Freude über die eingereichten Vorschläge Ausdruck: Es seien die unterschiedlichsten Möglichkeiten aufgezeigt worden. «Auf diese Weise war für uns zu sehen, was überhaupt denkbar ist.»

Lob des Denkmalschützers

Auch wenn noch nicht alle Details geklärt seien und das Konzept in einer Vorprojektstudie zu optimieren und zu präzisieren sei: Der Entscheid sei schliesslich für einen überzeugenden wie auch effizienten und kostengünstigen Vorschlag gefallen, hielt Stahel fest. Auch der Denkmalschützer habe sich lobend über diese sehr sanfte Lösung geäussert.

Stahel erwähnte die recht komplexe Aufgabenstellung. Denn beim Schulhaus Stapfer handle es sich um eine sehr schöne Architektur, die in sich stimme und abgeschlossen sei. Diesen Ausführungen schloss sich Vizeammann Andrea Metzler an.

Sie verwies auf die Arbeiten für die umfassende Schulraumplanung, die 2012 im Hinblick auf den Schulsystemwechsel auf 6 Jahre Primarstufe und 3 Jahre Oberstufe begannen. Der Stadtrat sei zum Schluss gekommen, die Erweiterung des Schulraums im Zentrum zu realisieren, führte Andrea Metzler aus. Vorgesehen sei, die Primarschulkassen im Schulhaus Stapfer zweireihig zu führen.

Die Räume der Schulsozialarbeit, Heilpädagogik und Logopädie sollen im ehemaligen Hauswartshaus eingerichtet werden, der Mittagstisch sowie die Randstundenbetreuung im benachbarten Lateinschulhaus.

Bedeutende Zeitzeugen

Zur Erinnerung: Errichtet wurde das Primarschulhaus Stapfer in den Jahren 1909/10 nach den Plänen des Brugger Architekten Albert Froelich, als Ensemble zusammen mit dem Wohnhaus für den Abwart. Fast zeitgleich entstand das Vindonissa-Museum, für das ebenfalls Architekt Froelich verantwortlich war. Beide Bauten werden als bedeutende Zeitzeugen der Architekturgeschichte von Brugg bezeichnet.

In den vergangenen 30 Jahren wurde das Stapferschulhaus, das unter kantonalem Denkmalschutz steht, nie mehr ganzheitlich saniert. Es entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen und soll so erneuert und umgebaut werden, damit die Bedürfnisse der Schule wieder erfüllt und die Betriebskosten optimiert werden können.

Gleichzeitig sollen die in der Schulraumplanung ausgewiesenen zusätzlichen rund 200 Quadratmeter Flächen erstellt werden. Ende August 2013 genehmigte der Einwohnerrat einen Kredit von 150 000 Franken für die Durchführung eines Projektwettbewerbs.

Verläuft alles reibungslos, steht der Projektierungskredit für die Sanierung und Erweiterung des Schulhauses Stapfer im kommenden Jahr zur Diskussion.

Architekturwettbewerb Schulanlage Stapfer Ausstellung der Arbeiten heute Samstag, 8.30 bis 12 Uhr, Rathaussaal.

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