Riniken
Seine Zukunft ist ungewiss: Welche Möglichkeiten bietet das Märkihaus?

Der Riniker Gemeindeammann Ueli Müller wirft einen Blick in die Vergangenheit und in die Zukunft. Für das Märkihaus gibt es verschiedene Pläne.

Michael Hunziker
Merken
Drucken
Teilen
Die Gemeinde ist auch im 2021 gefordert.

Die Gemeinde ist auch im 2021 gefordert.

san

Die Zukunft des Märkihaus wird in diesem Jahr ein Thema sein in Riniken. Der Gemeinderat hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Bei einem Verkauf zeigten die Abklärungen, könnte das Erdgeschoss des Schweizerischen Verbands für Landtechnik (SVLT) erworben werden, führt Gemeindeammann Ueli Müller im aktuellen Mitteilungsblatt aus. Es ergebe sich die Gelegenheit, dort das Bauamt sowie den Volg unterzubringen. «Damit wäre auch die langfristige Erhaltung des Dorfladens gewährleistet», stellt der Gemeindeammann fest. Denn sowohl beim Bauamt als auch beim Volg sei die Situation heute unbefriedigend. Welche Möglichkeiten in diesem Zusammenhang bestehen, werde sich zeigen. Er hoffe und sei zuversichtlich, fügt Müller an, zeitnah informieren zu können.

Die Arbeiten haben über 30 Jahre gedauert

In seiner Neujahrsbotschaft blickt der Gemeindeammann auch in die Vergangenheit. «Niemand hatte 1990 gedacht, dass die Verlegung der Hochspannungsleitung erst 2020 realisiert wird.» Mit dem Bau des neuen Abschnitts wurden die Kabel am Gäbihübel in den Boden verlegt.

Müller erinnert an die Diskussionen, die Planungen, die Änderungen, den Rechtsstreit sowie die Realisierung. Viele hätten sich bemüht um Kompromisse, an einer optimalen Lösung gearbeitet. «Auf der anderen Seite hemmten die dadurch entstandenen Verzögerungen die Entwicklung unseres Dorfs und die ganze Debatte führte im Laufe der Jahre teils zu unnötigen Anschuldigungen.» Nun sei es ruhig geworden um das Thema.

Es braucht auch Akzeptanz der Minderheit

Eine lange Phase der Planung, der Aufnahme von persönlichen Interessen, der Berücksichtigung von übergeordneten Rahmenbedingungen, der Durchführung von Interessen- abwägungen sowie von vielen Diskussionen sei ebenfalls zu Ende gegangen mit der Gesamtrevision der allgemeinen Nutzungsplanung, fährt Müller fort. Die Gemeindeversammlung hat das Geschäft im August genehmigt. «Beide Projekte zeigten, dass solche nie zur Zufriedenheit aller umgesetzt werden können», fasst der Gemeindeammann zusammen. In einer Dorfgemeinschaft sei allerdings auch das Verständnis und die Akzeptanz der Minderheit gefragt, wenn die Mehrheit etwas anderes beschliesse.

Er weiss, schreibt Müller abschliessend, dass ein Thema die Schlagzeilen beherrsche. «Neben diesem Virus sind es aber viele andere Sachen, die unser Leben beeinflussen und bestimmen. Ich hoffe, sie rücken wieder mehr ins Zentrum des Geschehens. Ein Dorfleben benötigt soziale Kontakte. Bei aller Ernsthaftigkeit im Umgang mit dieser Krankheit wünsche ich uns, dass diese Kontakte bald wieder vermehrt möglich sind.»