Brugg

Sie haben dem gestifteten Steinway-Flügel neues Leben eingehaucht

Die Preisträger (von links) Dominique Freidig, Jasmin Schlegel und Nick Hug vor dem gestifteten Steinway-Flügel.

Die Preisträger (von links) Dominique Freidig, Jasmin Schlegel und Nick Hug vor dem gestifteten Steinway-Flügel.

Hochtalentierte Nachwuchsmusiker begeistern am Wettbewerb für neu geschaffenen Klavierpreis Frieda Vogt. Die drei Preisträger aus dem Kanton Aargau, Dominique Freidig, Jasmin Schlegel und Nick Hug, erhalten Gelbbeträge zwischen 500 und 1500 Franken.

Der im Gedenken an die im Februar 2014 verstorbene Frieda Vogt, frühere Direktorin der Brugger Frauenschulen, der Musikschule Brugg vermachte Flügel erklang am Samstag anlässlich des Musikwettbewerbes für Jugendliche der Jahrgänge 1999 bis 2005 auf mannigfaltige Weise in voller Pracht.

18 Jungpianisten aus dem ganzen Kanton Aargau trugen im Laufe des Tages nicht weniger als 56 Werke von Komponisten aus den Epochen des 17. bis 20. Jahrhunderts vor. Frieda Vogt und ihr im März 2015 ebenfalls verstorbener Gatte Hans-Rudolf Vogt, Spender des rund 50-jährigen und inzwischen restaurierten Steinway-Flügels und des Preisgelds für zehn Wettbewerbs-Austragungen innert 20 Jahren, wären von den Akteuren und ihren Vorträgen zweifellos begeistert gewesen. Aber auch die Organisatoren von der Musikschule Brugg und vom Verein Freunde und Freundinnen der Musikschule Brugg (FFMB) sowie die beiden selbst als Pianisten bekannten Juroren Jürg Lüthy und Beata Wetli waren am Ende der Veranstaltung des Lobes voll angesichts des hohen Leistungsniveaus der jungen Instrumentalisten. Einige von ihnen haben bereits an kantonalen und schweizerischen Musikwettbewerben Spitzenränge belegt.

Drei Preise sind nicht genug

Anlässlich der Preisverleihung würdigten Musikschulleiter Jürg Moser, Musikschulkommissionspräsident Ueli Gygli und Juror Jürg Lüthy das gezeigte musikalische Können. «Leider können wir gemäss Wettbewerbsreglement nur drei Preise vergeben, aber es sollten eigentlich mindestens ein halbes Dutzend sein», lautete der Tenor angesichts der Leistungsdichte an der Spitze. Die Teilnahme war gewiss für alle Auftretenden eine wertvolle Erfahrung und Standortbestimmung. Die jüngeren der nicht mit einem Preis Bedachten wurden auf die nächste Wettbewerbsaustragung in zwei Jahren vertröstet.

Nach der Abgabe der Teilnahmebestätigungen an alle wurden die Namen der drei Erstplatzierten bekannt gegeben. Der 1. Preis im Betrag von 1500 Franken ging an den 15-jährigen Dominique Freidig aus Wohlen, der mit Kompositionen von Ludwig van Beethoven, Rodion Schtschedrin und Frédéric Chopin brilliert hatte. Den 2. Rang (1000 Franken) belegte die ein Jahr jüngere Jasmin Schlegel aus Tegerfelden mit Beethoven, Sergei Prokofjew und Chopin. Der 2005 geborene Nick Hug aus Aarau-Rohr schaffte es mit Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven und Giörgy Kurtàg auf den mit 500 Franken dotierten 3. Platz.

Im Anschluss an die Preisverleihung bot die Jury den Wettbewerbsteilnehmer Gelegenheit zur Nachbesprechung. Im Allgemeinen haben sie die Atmosphäre mit erfreulich zahlreicher Hörerschaft im Vortragssaal der Musikschule Brugg als angenehm empfunden haben.

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