Bezirk Brugg

Sie wollen Ehrenamtliche würdigen und suchen den ersten «Brugger des Jahres»

Präsident Josef Sachs (l.) und Vizepräsident Miro Barp stehen dem Förderverein Events Brugg.

Präsident Josef Sachs (l.) und Vizepräsident Miro Barp stehen dem Förderverein Events Brugg.

Der Förderverein Events Brugg will eine Person ehren, die einen uneigennützigen Einsatz für die Gemeinschaft leistet. Gemeldet werden können alle Einwoherinnen und Einwohner, die im Bezirk Brugg wohnen.

Als der Förderverein Events Brugg (FEB) vor drei Jahren gegründet wurde, hat sich derVorstand das Ziel gesetzt, Veranstaltungen zu organisieren und mit deren Reinerlös sportliche, soziale sowie kulturelleProjekte zu fördern. Besonderes Gewicht wurde darauf gelegt, dass die Stadt auch für Jugendliche attraktiv bleibt.

Doch in diesem Jahrist alles anders:Aus dem Guggen-Open Air beim Campus Brugg-Windisch, dem Public-Viewing auf den Eisi während der Europameisterschaft, dem Brugger Jugendfest, dem Familienanlass «Brugg wird Bauernhof» und dem Chorfestival wurde nichts. Deshalb hat der FEB-Vorstand an seiner August-Sitzung entschieden, als Alternative den Anlass «Brugger des Jahres» zu lancieren. Bis am 15. November können dem Vorstand mit einer kurzen Begründung geeignete Kandidatinnen undKandidaten gemeldet werden.

Die nominierte Person erhält 1000 Franken

Gesucht wird eine integre Persönlichkeit, die im Bezirk Brugg wohnt und einen langjährigen, uneigennützigen Einsatz für die Gemeinschaft geleistet hat – sei es für das kulturelle, sportliche oder soziale Leben der Stadt oder der Region Brugg. Mit der Ausschreibung soll das gesellschaftliche Leben gefördert und die Lebensfreude angehoben werden. Als Preis für die vom Vorstand nominierte Person winken 1000 Franken in Form eines Zentrumsgutscheins. Die Preisübergabe soll dann im Januar 2021 an einem repräsentativen Ort stattfinden.

FEB-Präsident Josef Sachs erläutert den idealistischen Hintergrund zu dieser Pilotveranstaltung:«Es gibt eine Tendenz, Veranstaltungenimmermehr zu professionalisieren und als Aufgabe des Gemeinwesens zu sehen.»Dadurch verlören die Veranstaltungen ein bisschen die Seele. Mit der Ausschreibung «Brugger des Jahres» – Bruggerinnen sind natürlich ebenso gemeint – wolle man das Herzblut und das Ehrenamt der Engagierten wertschätzen und unterstreichen. Dabei müsse nicht alles perfekt sein. Vizepräsident Miro Barp ergänzt:«Viele in der Region machen etwas unentgeltlich für die Gemeinschaft.» Mit der neuen Ausschreibung könne man einen Teil davon sichtbar machen.

Wiederholung alle ein bis zwei Jahre istdenkbar

Da die Lancierung des «Brugger des Jahres» kurzfristig beschlossen wurde, ist bei der Premiere nur der FEB Veranstalter. Präsident Josef Sachs mag nicht von einer einmaligenAktion im Coronajahr sprechen. Vielmehr kann er sich eine Wiederholung der Ausschreibung alle ein bis zwei Jahre vorstellen. Je nach dem werde man dann auch auf Sponsorensuche gehen und die Jury anders zusammensetzen. Miro Barp betont, dass sich der Verein nicht in den Vordergrund drängen wolle.

Grundsätzlich können alle volljährigen Einwohner und Einwohnerinnen des Bezirks Brugg – ausser die FEB-Vorstandsmitglieder – als Kandidaten oder Kandidatinnen gemeldet werden. Eine Alterslimite nach oben gibt es nicht.

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