Volksfest
Sie zieht es alle Jahre nach Brugg an den Rutenzug

Mit dem Zapfenstreich ist das wichtigste Fest feuchtfröhlich eröffnet worden. Wir haben einige Personen getroffen, die am Rutenzug nach Brugg zurückkehren. Sie haben uns erzählt, worauf sie sich besonders freuen.

Claudia Meier
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Rutenzug-Umfrage
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Daniel Itten (57) ist vor 30 Jahren nach Brugg-Lauffohr gezogen. Er ist extra früher von der Arbeit gegangen, damit er am Zapfenstreich nichts verpasst. Auf den Umzug und die Morgenfeier freut er sich ganz besonders. Dafür bezieht er am Donnerstag einen Ferientag.
Sie sind, wenn es irgendwie geht, am Zapfenstreich immer als Trio unterwegs: Die 27-jährige Livia Wülser (links) und die 32-jährige Claudia Weber (Mitte) sind in Windisch Nachbarinnen. Anna Amstutz (27) aus Wettingen arbeitet mit Weber in Aarau.
Für den Brugger Frank Pfister (53) ist der Rutenzug und der Zapfenstreich eine schöne Tradition mit bleibenden Werten, die man pflegen muss. Am Umzug durfte er bereits als 4-Jähriger an der Hand seines drei Jahre älteren Bruders mitlaufen, weil er an jenem Tag Geburtstag hatte.
Sarah Bourguignon (43) ist zwar nicht in Brugg aufgewachsen, hat aber seit der Geburt ihrer Tochter die Tradition des Rutenzugs schätzen gelernt. Als Schwimmlehrerin darf sie auch am Umzug mitlaufen.

Rutenzug-Umfrage

Michael Hunziker

Was will man mehr als einen heissen Sommerabend, durstige Kehlen, scharenweise gut gelaunte Festbesucher, bei denen früher oder später der Magen knurrt, und lauter glückliche Kinder? Genau so präsentiert sich der Zapfenstreich am Mittwochabend als Auftakt zum Brugger Jugendfest auf der Schützenmatt, in der Hofstatt und auf der Hauptstrasse sowie in der Schulthess-Allee.

Für unzählige Einheimische, Heimweh-Brugger und Gäste aus der Umgebung gibt es jetzt kein Halten mehr: Hier treffen sie Bekannte, Freunde sowie ehemalige Schulkollegen und -kolleginnen , ohne sich speziell zu verabreden. Es wird gelacht, geplaudert, gewitzelt, getanzt und auch mal engagiert diskutiert.

Der Zapfenstreich ist vor allem für die Erwachsenen ein wiederkehrendes Ritual, bei dem es dieses Jahr – temperaturmässig jedenfalls – besonders heiss zu und her geht. Vielen steht ein langer Abend und eine kurze Nacht mit Vollmond bevor.
Zur Tagwache für das wichtigste Brugger Fest werden am Donnerstagmorgen um 6 Uhr 11 Böllerschüsse abgefeuert – einen für jeden Bezirk.

Die Tambouren führen den Zapfenstreich-Zug an
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Stadtammann Daniel Moser spielt bei der Pädazapfegogestreich-Jazzband
Für gute Laune in der Altstadt sorgt die Pädazapfegogestreich-Jazzband
Für ihre Darbietung erhalten die Schüler von Unter- und Mittelstufe viel Applaus
Frank Powers begeistert beim Open Air Lauschallee
Frank Powers, Ballon-Wettbewerb und der Stadtammann an der Klarinette: Brugg feiert.
Die Oberstufenschüler auf der Bühne der Schützenmatt-Wiese in Aktion
Auf dem Freudensteinplatz lassen die Schülerinnen und Schüler ihre farbigen Ballons zum Wettflug in den wolkenlosen Sommerabend-Himmel steigen.
Auf dem Freudensteinplatz gibt die Jugendmusik ein Konzert
Das Warten auf den Ballonwettflug

Die Tambouren führen den Zapfenstreich-Zug an

Michael Hunziker

Für den anschliessenden Rutenzug-Umzug und die Morgenfeier nehmen viele eingefleischte Brugger extra frei. Denn sie wissen: Die Stadt ist dann herausgeputzt und wunderschön mit Kränzen, Papierblumen und Blumenkörben geschmückt. An diesem Tag sind alle mächtig stolz auf die Prophetenstadt.