Der 6. slowUp Brugg Regio war ein voller Erfolg: Das gute Wetter spielte den Organisatoren auch dieses Jahr in die Hände, sodass Familien, Kinder und Erwachsene, die von 10 bis 17 Uhr für den motorisierten Verkehr gesperrte, 33 Kilometer lange Strecke aus eigener Muskelkraft gemütlich absolvieren konnten. Die meisten wählten das Velo für die Route mit dem Hauptfestplatz im Geissenschachen und dem zweiten Grossfestplatz in Lupfig.

Auf Rennvelos, Mountainbikes, E-Bikes, auf dem Liegevelo oder Tandem meisterten sie die kräftezehrende Steigung von Umiken nach Riniken hoch oder genossen die lange Ausfahrt von Riniken nach Rüfenach oder diejenige von Villnachern nach Umiken. Welche Art von Velo benutzt wurde, spielte höchstens in puncto Verpflegungszeitpunkt eine Rolle: So diskutierten zwei Kollegen darüber, ob sie schon in Villnachern oder erst nach dem steilen Anstieg in Riniken einkehren sollten. «Du hast einen Motor», meinte derjenige mit dem Rennvelo und zeigte auf die Batterie des E-Bikers. «Ich habe nur diesen Motor», sagte der Rennvelofahrer und zeigte auf seine Beine.

Geradeaus ists gemütlich, bergauf heisst es strampeln

Geradeaus ists gemütlich, bergauf heisst es strampeln

Riesenrutschbahn war beliebt

Wenige flitzten den steilen Weg von Villigen nach Lauffohr mit den Skateboards hinunter, andere hatten die Inline-Skates geschnürt. Jogger wurden ebenso gesichtet wie Kinder, die im Anhänger mitfuhren. Doch nicht nur diese machten den slowUp im Anhänger mit, sondern auch Hunde.

Die vielen kleinen Beizli und Aktivitäten für Kinder fanden grossen Anklang. Im Wald in Richtung Villnachern versuchten Kinder und Erwachsene, in einer durchsichtigen Kabine möglichst viele Bälle einzufangen. Auf dem grossen «Spielplatz» zwischen Rüfenach und Villigen standen die Kinder Schlange, um Bälle in die kleinen Migros-Körbe zu werfen oder die Riesenrutschbahn runter zu rutschen.

Sich sportlich betätigen oder gut essen gehen? Diese Frage stellte sich gestern Sonntag nicht, denn beides wurde vereint. Entlang der ganzen Strecke lockten Schilder die Teilnehmer unter anderem zu Burger, American Hot Dog, Schnitzelbrot, Flammkuchen oder Raclette-Brot. Live-Musik ertönte auf dem Rüfenacher Zelgli-Hof und im Geissenschachen spielte die Steelband «Pantaloni». Für die Angebote der Vereine zwischen «Erleben» und «Geniessen» fand Brugg-Regio-Geschäftsstellenleiter Thilo Capodanno denn auch nur lobende Worte: «Die Vereine haben gut mitgemacht, es hat super geklappt. Die einen boten Kulinarisches an, andere etwas zum Erleben. An manchen Orten wurde gar beides geboten. Insgesamt ergab sich so ein schöner Mix über die ganze Strecke.»

Auch mit dem Gesamtablauf des slowUp zeigte sich Capodanno, der dieses Jahr erstmals als slowUp-Projektleiter amtete, sehr zufrieden. Dies auch aufgrund der Tatsache, dass es zu keinen grösseren Zwischen- oder Unfällen kam. Rund 28 000 Liebhaber des Langsamverkehrs haben laut dem Projektleiter am slowUp teilgenommen.