Brugg

«Souperbe» hat einen neuen Standort – und die Suppe kommt aus dem Tiefkühler

Feinkost- und Geschenkartikel thronen auf den Regalen des neuen Souperbe.

Feinkost- und Geschenkartikel thronen auf den Regalen des neuen Souperbe.

Der Brugger Laden Souperbe ist umgezogen. Das Angebot wird laufend erweitert. So gibt es dort nun mehr als Suppe.

Mit dem Umzug an die Hauptstrasse 17 in Brugg geht für Lucie Soland, Inhaberin des Feinkost- und Geschenkeladens Souperbe, ein Traum in Erfüllung. Bereits 2015 wäre sie gerne mit ihrem Laden dort eingezogen. Damals kam ihr jedoch die Mobiliar-Versicherung zuvor. Durch den Innenhof ist das Lokal mit der gleichnamigen Suppenbar an der Storchengasse verbunden. Das Restaurant musste Soland Ende März nach zwölf Jahren auf Grund mangelnder Rentabilität schliessen. So wäre es geplant gewesen. Mit dem angeordneten Lockdown endete bereits am 17. März die Ära der Suppenbar Souperbe abrupt. Viele der Stammgäste hätten geweint, sagt Soland. Die drei Angestellten mit insgesamt 230 Stellenprozenten mussten entlassen werden.

Auch das Ladenlokal in der Alten Post an der Hauptstrasse 12 durfte Soland nicht offen haben. «Ich habe viel Zeit mit meiner Katze und im Garten verbracht», sagt Soland. Langweilig sei ihr dabei nie gewesen. «Aber die Sorgen um die Zukunft haben mich belastet.» Wann sie den neuen Standort ihres Geschäfts eröffnen kann, war lange ungewiss. Durch das Einrichten des neuen Ladens und dem Ausräumen der ehemaligen Suppenbar war Soland immerhin abgelenkt. Am 11. Mai war es dann so weit. Obwohl der Laden sonst montags geschlossen sein wird, hat sie ihn eröffnet. Auf den geplanten Eröffnungsapéro musste allerdings verzichtet werden. Dieser werde nachgeholt, sobald es die Situation erlaubt.

Das Konzept des neuen Ladens entspricht mehrheitlich jenem des alten Standorts: «Kochen, Schenken, Geniessen.» Ob Pasta aus Fricktaler Mehl, handgetöpferte Keramik aus Umiken oder selbstgemachte Seifen, das Angebot reicht weit. Soland ist es dabei wichtig, vor allem lokale Handwerkskunst zu unterstützen. So können neu auch Kunsthandwerker bei ihr im Laden Regalflächen mieten und ihre Produkte dort präsentieren. Bedingung ist jedoch, dass sie in das Konzept des Ladens passen. «Es muss Freude machen und ‹gäbig› sein – kurz: superb.»

Das Angebot im Souperbe wird laufend erweitert. «Wenn ich an etwas heranlaufe, das mir gefällt, nehme ich Kontakt mit dem Hersteller auf», sagt Soland. Zwar ist das Souperbe mittlerweile keine Suppenbar mehr, Suppe gibt es aber noch immer zu kaufen, in getrockneter oder tiefgefrorener Form sowie Bouillon und Gewürze, um Suppen zu Hause selber zu kochen. (pbr)

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