Verwaltungsaufstockung

Stadt Brugg will eine Personalfachstelle schaffen – auch Kommunikation soll besser werden

Die Stadt Brugg beantragt einen wiederkehrenden Kredit für eine neue Stelle.

Die Stadt Brugg beantragt einen wiederkehrenden Kredit für eine neue Stelle.

Die Brugger Exekutive beantragt dem Einwohnerrat 144'000 Franken für eine Verwaltungsaufstockung. Es gebe Handlungsbedarf in den Bereichen Personalwesen, Kommunikation und strategische Führung.

«Das ist für uns ein sehr wichtiges Geschäft», sagte Bruggs Stadtammann Barbara Horlacher (Grüne), als sie den Medien am Freitagmorgen im Rathaussaal zusammen mit Stadtschreiber Matthias Guggisberg eines der Einwohnerratstraktanden genauer vorstellte. Am 4. September wird das Stadtparlament über die Schaffung einer Personalfachstelle (80 Stellenprozente) sowie 20 Stellenprozente für die Stärkung der Kommunikation auf den 1. Januar 2021 entscheiden. Dabei geht es um einen jährlich wiederkehrenden Kredit von gegenwärtig 144'000 Franken sowie einmalige Kosten für die Einrichtung des Arbeitsplatzes von 7500 Franken.

Nachdem im Frühjahr 2019 bekannt wurde, dass sich Stadtschreiber Yvonne Brescianini per Anfang 2020 frühpensionieren lässt, liess der Stadtrat das Führungsmodell mit externer Begleitung der Firma BDO überprüfen. Dazu wurden auch die Verwaltungskader sowie der Einwohnerrat miteinbezogen. Handlungsbedarf zeigte sich in den Bereichen Personalwesen, Kommunikation und strategische Führung. Damit will die Exekutive ihrem Leitsatz gerecht werden, wonach sie das Führungsmodell und die Verwaltungsorganisation auf künftige Anforderungen ausrichtet.

Machtkonzentration beim Stadtschreiber überarbeitet

Laut Horlacher wurde der Stadtrat bisher nur bedingt als strategische Führung wahrgenommen. Ziel der organisatorischen Anpassungen ist es, Mehrfachfunktionen beim Stadtschreiber zu reduzieren und Redundanzen innerhalb der Verwaltung zu vermeiden. Das Ressortsystem und die bewährte Verwaltungsstruktur werden beibehalten.

Barbara Horlacher, Stadtammann Brugg: «Es geht darum, für die Gesamtorganisation einen einheitlichen Rahmen zu schaffen.»

Barbara Horlacher, Stadtammann Brugg: «Es geht darum, für die Gesamtorganisation einen einheitlichen Rahmen zu schaffen.»

Bisher war der Stadtschreiber Personalverantwortlicher. Unterstützung bekam er durch seine Stellvertreterin und die Stadtkanzlei. Ab Januar 2021 soll sich nun eine Fachperson um das Personal kümmern. Dabei hat man sich an der Stadt Lenzburg orientiert, die von der Grösse her mit Brugg vergleichbar ist. «Mit über 100 Mitarbeitenden keine Personalfachstelle zu haben, ist eher ungewöhnlich», hielt Stadtschreiber Matthias Guggisberg fest. Zu den Aufgaben der Personalfachstelle gehören das Erarbeiten und Umsetzen einheitlicher Führungsprozesse, das Erstellen von Grundlagendokumenten, das Bereitstellen von Informationen für Mitarbeitende, das Führen und Begleiten des Rekrutierungsprozesses sowie aktives Personalmanagement. Mit anderen Worten: Die Mitarbeitenden und Kader der städtischen Verwaltung sollen besser begleitet und unterstützt werden.

Kommunikation nach innen und aussen stärken

Durch die neu zu schaffende Personalfachstelle werden beim Stadtschreiber Ressourcen frei, die er für die Kommunikation einsetzen kann. Bezug nehmend auf das Öffentlichkeitsgesetz sagte Guggisberg: «Wir haben im Kanton das Prinzip der gläsernen Verwaltung. Dem möchten wir auch in Brugg nachkommen.» Als Vergleich zu anderen Städten dient wieder Lenzburg. Die Stadt verfügt über 60 Stellenprozente für Stadtentwicklung und Kommunikation. In der Stadt Zofingen stehen dafür 80 Stellenprozente zur Verfügung. Brugg will für die interne und externe Kommunikation künftig insgesamt 50 Stellenprozente einsetzen. Damit das möglich ist, muss das Parlament 20 Stellenprozente bewilligen. Erst dann sind genügend Ressourcen vorhanden, um das seit Jahren fällige Kommunikationskonzept zu erarbeiten und die Website der Stadt zu erneuern.

«Es geht darum, für die Gesamtorganisation einen einheitlichen Rahmen zu schaffen. Dafür brauchen wir Ressourcen, die wir in der vorliegenden Botschaft definiert haben», hält Barbara Horlacher fest. Die Stadt sei auf gute und motivierte Mitarbeitende angewiesen.

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