Brugg

Stadtrat Christoph Brun: «Die Investition ins Kornhaus hat sich gelohnt»

Alt und neu im Einklang: Der neue Saal des Bezirksgerichts Brugg mit den Säulen der historischen Tragkonstruktion.  Marcel Werren

Alt und neu im Einklang: Der neue Saal des Bezirksgerichts Brugg mit den Säulen der historischen Tragkonstruktion. Marcel Werren

Die Umbauarbeiten am Kornhaus – für die der Einwohnerrat im Frühjahr 2009 einen Kredit von 6,245 Millionen Franken bewilligt hatte – sind abgeschlossen. Am Freitag wird das neue «Amtsgebäude» in der Unteren Hofstatt offiziell eingeweiht.

«Der Umbau des Gebäudes Untere Hofstatt 4 war eine sehr spannende Aufgabe», sagt Architekt Beat Klaus vom Büro Architheke in Brugg. «Das Haus stand ja da. Für einen Architekten ist das eine eher schwierige Situation. Die Frage war: Was machen wir aus diesem Haus? Das war das Spannende an dieser Aufgabe.»

Wie Beat Klaus sagt, haben sich die Architekten beim Umbau des Kornhauses, dessen älteste Teile aus dem 17. Jahrhundert stammen, sehr zurückgenommen. «Wir waren beim architektonischen Konzept und bei der Materialisierung sehr zurückhaltend», betont er. «Wichtig war uns, die Tragkonstruktion mit den Säulen aus Eichenholz wieder ins richtige Licht zu rücken.»

Beat Klaus räumt dabei ein: «Wir hatten zwar Sondierungen angestellt. Beim Auspacken der Konstruktion, die sich hinter nachträglich eingebauten Wänden verbarg, haben wir jedoch einige Überraschungen – darunter auch negative – erlebt. Bei früheren Eingriffen war man ziemlich frevelhaft mit diesen Säulen umgegangen.»

«Die Nutzung: Ein Glücksfall»

Inzwischen sind die Umbauarbeiten am Kornhaus – für die der Einwohnerrat im Frühjahr 2009 einen Kredit von 6,245 Millionen Franken bewilligt hatte – abgeschlossen. Und die neuen Nutzer des Gebäudes – die Regionalpolizei, das Bezirksgericht, die Amtsvormundschaft und das Regionale Zivilstandsamt – haben ihre Räume bezogen.

«Es ist ein Glücksfall, dass wir das Kornhaus mit altstadtverträglichen Nutzungen besetzen konnten», betont Stadtrat Christoph Brun, der Vorsteher des Bauressorts. «Es ist schön, dass öffentliche Ämter im Kornhaus zusammengefasst werden konnten, die einen regionalen Aspekt haben. Das Kornhaus ist damit gewissermassen ein Pendant zur städtischen Verwaltung in der Alten Post. Die Investition von gut 6 Millionen Franken hat sich gelohnt.

Ich bin persönlich positiv überrascht von der gelungenen Sanierung, die von den Architekten und der Generalunternehmung zustande gebracht worden ist.» Aber auch auf der finanziellen Seite sieht es beim Umbau des Kornhauses nicht schlecht aus. «Noch sind zwar nicht alle Positionen abgerechnet», sagt Christoph Brun. «Aber man kann davon ausgehen, dass der Kostenrahmen eingehalten werden kann.»

«Wir haben uns gut eingelebt»

Auch bei den Nutzern des Kornhauses fällt der Tenor positiv aus. «Wir haben uns schnell und gut eingelebt», sagt Hansruedi Rohr, der Präsident des Bezirksgerichts. «Man kann sagen, dass wir den Umzug ersehnt hatten, und es jetzt geniessen, in den neuen Räumen arbeiten zu können. Ich hatte im April 2000 den Antrag auf mehr Raum für das Gericht gestellt. Im März 2011 habe ich diesen Raum erhalten. Jetzt verfügen wir auch über jene drei Arbeitsplätze, die wir am alten Ort aus Mangel an Raum nicht besetzen konnten.»

Auch Heiner Hossli, der Chef der Regionalpolizei, freut sich über den neuen Standort. «Für uns ist das Kornhaus wirklich ideal», sagt er. «Wir befinden uns nicht bloss in einem schönen alten Gebäude mit einer interessanten Geschichte. Weil unsere Räume jetzt alle auf der gleichen Etage liegen, sind auch die Abläufe einfacher geworden. Die technischen Einrichtungen sind auf dem aktuellen Stand. Wir haben uns gut eingelebt. Es läuft sehr gut.»

Eingelebt hat sich auch, wie Jürg Vögtli feststellt, die Amtsvormundschaft. «Wir sind zufrieden», sagt er. «Wir verfügen jetzt über Räume, die unseren Bedürfnissen entsprechen. Vorher waren wir aus Platzmangel auf ein Aussenbüro angewiesen. Von daher hat sich für uns schon eine gewaltige Erleichterung ergeben. Wir schätzen aber auch das angenehme Klima im Kornhaus.»

Auch Sandra Knus, die Leiterin des Regionalen Zivilstandsamtes, freut sich über den neuen Standort. «Wir sind jetzt näher bei den Trauungslokalen im Stadthaus, im Stäblistübli und im Rathaus», sagt sie. «Das vereinfacht die Arbeit. Wir sind jetzt näher bei den Leuten. Wir haben uns gut eingelebt. Und mir gefällt auch das Gebäude.»

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