Brugg
Stattliches Haus ist komplett ausgehöhlt

Voraussichtlich Ende Jahr zieht der Verband Soziale Dienstleistungen Region Brugg an die Schulthess-Allee 1.

Michael Hunziker
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Fast kein Stein bleibt auf dem anderen

Fast kein Stein bleibt auf dem anderen

ZVG

Es klopft und surrt, knattert und scheppert: Die markante Liegenschaft an der Schulthess-Allee 1 in Brugg wird derzeit umgebaut und umfassend saniert – unüberhör- und unübersehbar. Begonnen haben die Tätigkeiten im Mai dieses Jahres. In einem ersten Schritt ist das Gebäude im Innern ausgehöhlt worden und erfolgt ist die Schadstoffsanierung. Die Fenster sind demontiert, die Innenwände und das Treppenhaus abgebrochen worden. Letzteres wird samt Liftanlage neu ausgerichtet. Weiter werden in einer nächsten Phase die veralteten Einrichtungen und Installationen ersetzt. Montiert werden – sowohl im Haupt- als auch im Annexbau – die Fenster und erneuert wird das Dach.

So präsentierte sich das Geschäftshaus vor den Bauarbeiten Ende 2015
6 Bilder
Das Gebäude wird ausgehöhlt
In einer nächsten Phase werden die Hausinstallationen ersetzt
Das Innere ist kaum wiederzuerkennen
Fast kein Stein bleibt auf dem anderen
An allen Ecken und Enden wird gebaut in der Liegenschaft an der Schulthess-Allee 1

So präsentierte sich das Geschäftshaus vor den Bauarbeiten Ende 2015

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Das markante Geschäftshaus an der Schulthess-Allee 1 wurde 1968 erstellt und entsprach nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Im Gebäude hatten früher – unter anderem – die Volksbank sowie ein Notariat ihr Domizil.

Der Buono-Laden bleibt

Marcel Scheverling von der zuständigen Immobilien-Firma Livit AG mit Sitz in Zürich ist zufrieden mit den laufenden Arbeiten und dem Baufortschritt. «Wir sind auf gutem Weg. Der Kostenrahmen und der Terminplan können voraussichtlich eingehalten werden, die Qualität stimmt.» Eine Herausforderung seien die engen Platzverhältnisse mitten in der Stadt. Es hätten aber dank Absprachen Lösungen gefunden werden können. Rücksicht genommen werden müsse ebenfalls auf den bestehenden Bio-Fachhandel Buono, fährt Scheverling fort. Denn der Delikatessen-Laden bleibt über die ganze Bauzeit in Betrieb und wird auch künftig im Erdgeschoss zu finden sein. «Rundum wird gebaut. Das ist für den Ladenbetreiber nicht immer ganz einfach», gibt Scheverling zu bedenken.

Vom ersten bis zum dritten Obergeschoss werden Büroräumlichkeiten eingerichtet. Einziehen ins Hauptgebäude wird – verläuft alles planmässig zwischen Weihnachten und Neujahr – der Verband Soziale Dienstleistungen Region Brugg. Zusammengeschlossen worden sind in diesem die ehemaligen Vereine Kindes- und Erwachsenenschutzdienst (KESD), Jugend- und Familienberatung (JFB) sowie Mütter- und Väterberatung (MVB).

Überdies entstehen acht neue Mietwohnungen, die auf April 2017 bezugsbereit sein sollen. Für die Räumlichkeiten im Annexbau, in denen bisher ein Tanzstudio untergebracht war, werden noch Mieter gesucht. Geschaffen werden Flächen für Läden oder Büros.

Keine bösen Worte

Scheverling ist überzeugt: Mit dem Umbau und der Sanierung entspricht das Geschäftshaus wieder den heutigen Bedürfnissen und der speziellen Architektur kann Rechnung getragen werden. «Wir haben tolle Planer und Handwerker», lobt Scheverling. Auch den Anwohnern windet er ein Kränzchen, denn Lärm und Staub liessen sich nicht vermeiden. Aber trotz Unannehmlichkeiten sei es nicht zu negativen Reaktion gekommen. «Die gute Nachbarschaft ist nicht selbstverständlich. Dafür sind wir sehr dankbar.»

Nebenbei: Mit dem Umzug des Verbands Soziale Dienstleistungen werden dessen Büroräumlichkeiten an der Hauptstrasse 60 frei. Was mit diesen passiert, wird laut Stadtkanzlei Brugg momentan von der Abteilung Planung und Bau abgeklärt.