Steinbruch Villigen
Riesige Kipplaster ohne Fahrer: Holcim und Volvo testen autonome elektrische Dumper

Holcim Schweiz und Volvo Autonomous Solutions haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam den Einsatz von autonomen elektrischen Dumpern in einem Kalksteinbruch zu testen und weiterzuentwickeln.

Drucken
Keine Fahrerkabine: So sehen die autonomen elektrischen Dumper aus.

Keine Fahrerkabine: So sehen die autonomen elektrischen Dumper aus.

Zvg / Daniel Hager Photography & Film

Im Steinbruch Gabenchopf in Villigen fahren seit Neuestem die Kipplaster ganz von alleine durch die Kiesgrube. Keine Fahrerin und kein Fahrer sitzt hinter dem Lenkrad, denn es gibt schlichtweg gar keines. Dort wird nämlich der Einsatz von autonomen elektrischen Dumpern getestet. Das teilten die Unternehmen Holcim Schweiz und Volvo Autonomous Solutions gemeinsam am Mittwoch mit.

Der Einsatz dieser batteriebetriebenen Kipplaster sei ein bahnbrechender Schritt in der Branche, heisst es. Schliesslich handle es sich um die weltweit erste, kommerziell verfügbare, CE-zertifizierte elektrische und autonome Transportlösung für die Steinbruch- und Zementindustrie. «Dieses Projekt zeigt eine nachhaltige Transportlösung, die kommerziell tragfähig ist», sagt Nils Jaeger, Präsident von Volvo Autonomous Solutions.

Holcim und Volvo arbeiten gemeinsam am Einsatz von autonomen elektrischen Dumpern.

Holcim und Volvo arbeiten gemeinsam am Einsatz von autonomen elektrischen Dumpern.

Daniel Hager / Photography & Film

Ähnlich äussert sich auch Simon Kronenberg, CEO von Holcim Schweiz und Italien: «Für uns bedeutet dieses Projekt einen weiteren Schritt zur Verwirklichung unserer Nachhaltigkeitsziele.» Holcim nutze bereits seit 2019 an allen Standorten 100 Prozent erneuerbare elektrische Energie, heisst es in der Mitteilung weiter. Es werde Wert darauf gelegt, für elektrisch betriebene Fahrzeuge – wie beispielsweise die elektrischen Beton-Fahrmischer, die bereits im Einsatz sind – nur grüne Energie zu verwenden.

Dabei sollen die Dumper laut Mitteilung nicht nur leiser und nachhaltiger als herkömmliche Dumper sein, sondern auch sicherer, da sich keine Personen auf den Maschinen oder in deren Umkreis befinden, wie es auf Nachfrage der AZ heisst. Zudem könnten diese autonomen Fahrzeuge bei allen Wetterbedingungen einschliesslich schlechter Sichtverhältnisse sicher navigieren. (phh)

Aktuelle Nachrichten