Brugg

Südwestumfahrung: Welche Massnahmen sind nötig?

Das Einmünden in die Aarauerstrasse beim Bahnhof Brugg kann Geduld erfordern.

Das Einmünden in die Aarauerstrasse beim Bahnhof Brugg kann Geduld erfordern.

Der Brugger FDP-Einwohnerrat Titus Meier geht davon aus, dass die neue Umfahrung Auswirkungen auf den Verkehr im Stadtzentrum und Westquartier haben wird.

Im Juni 2013 hat das Aargauer Stimmvolk dem Bau der Südwestumfahrung für total 46,45 Millionen Franken deutlich zugestimmt. Dieses Projekt soll – nach offiziellen Angaben – das Zentrum Brugg-Windisch vom Durchgangsverkehr entlasten und den kantonalen Entwicklungsschwerpunkt an das übergeordnete Autobahnnetz anbinden.

Noch bevor übermorgen Freitag mit dem Spatenstich der Baubeginn dieses Grossprojekts gefeiert wird, hat Titus Meier (FDP) an der letzten Einwohnerratssitzung in Brugg einen Vorstoss zu den Auswirkungen der Südwestumfahrung auf den Verkehr auf dem Stadtgebiet eingereicht. In seinem Postulat ersucht er den Stadtrat, in einem Bericht aufzuzeigen, welche Auswirkungen insbesondere die Verbindungsstrasse K401 auf den Verkehr im Stadtzentrum und im Quartier Brugg-West haben wird und welche Massnahmen gegebenenfalls notwendig sind, um den Verkehrsfluss sicherzustellen.

Mehrverkehr auf Aarauerstrasse

Heute staut sich laut Meier insbesondere zu Stosszeiten der Verkehr aus dem unteren Aaretal über den Neumarktknoten durch Windisch bis nach Hausen und umgekehrt. «Mit der neuen Strassenführung ist es nicht unwahrscheinlich, dass dannzumal die Route Neumarktknoten–Aarauerstrasse–Verbindungsstrasse K401–Hausen attraktiver ist», schreibt der 38-Jährige in seinem Vorstoss. Dies würde zu einem Mehrverkehr auf der Aarauerstrasse führen und die Frage aufwerfen, wie sichergestellt werden kann, dass die Automobilisten aus dem Stadtzentrum auf die Aarauerstrasse einbiegen können und jene von der Aarauerstrasse in die Bahnhofstrasse. Der Rückstau zu Stosszeiten vom Neumarktknoten bis zur Hauptstrasse dürfte gemäss Titus Meier dazu führen, dass sich der Verkehr «mindestens teilweise auf die Bahnhofstrasse verlagern wird». «Aufgrund der geltenden Vortrittsregelung dürfte es aber nicht einfach sein, sich aus der Stadt in den Verkehrsfluss auf der Aarauerstrasse einzureihen», argumentiert der FDP-Politiker.

Wenn die Bahnschranke geschlossen ist, würden einige Verkehrsteilnehmer künftig die zwar weitere, aber «flüssigere» Route über den Westast K128 wählen. Wie wird sichergestellt, dass bei hohem Verkehrsaufkommen aus bzw. in das Westquartier (Badstrasse) gefahren werden kann? Laut Titus Meier sind die beiden erwähnten Einmündungsstellen auch für die Buslinien wichtig.

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