Brugg
Über 50 Fasnachtsmotive ziehen durch die Stadt

Am 26. Februar zieht der Fasnachtsumzug durch die Strasse von Brugg. Doch schon vorher läuft die Fasnacht. Dabei organisiert die Konfettispalterzunft die närrischen Tage dieses Jahr schon zum 36. Mal.

Marc Reinhard
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So sehen die neuen Plaketten aus. Deren Erlös hilft mit, die Brugger Fasnacht zu finanzieren. BY

So sehen die neuen Plaketten aus. Deren Erlös hilft mit, die Brugger Fasnacht zu finanzieren. BY

Es ist der grösste Publikumsaufmarsch, den Brugg während des Jahres jeweils erlebt – und der grösste närrische Umzug im Aargau. Tausende säumen die Strassen, wenn der Fasnachtsumzug durch die Stadt rollt.

Hugo Schmid, Zunftmeister der Konfettispalterzunft, freut sich auf den 26. Februar, aber natürlich auch schon auf die drei Tage vorher, in denen die Fasnächtler die Stadt übernehmen. Die Zunft organisiert die Brugger Fasnacht schon seit 36 Jahren.

Verschiedene Gruppen

«Über 50 Motive machen diesmal mit», sagt Schmid nicht ohne Stolz. Er kann sich zwar erinnern, in besagter Zeit schon mehr Motive am Umzug gesehen zu haben. «Aber das ist dann kein Vergnügen mehr. Das wird zu eng, dauert zu lange und die einzelnen teilnehmenden Gruppen kommen gar nicht mehr richtig zur Geltung.» Nebst den vielen kreativen Wagen laufen natürlich wieder verschiedene Guggen, Gruppenmotive und Delegationen von anderen Fasnachtsvereinen mit. Höhepunkte sind die Sujet-Prämierungen vor dem Storchenturm und die erste Brugger Fasnachtswagen-Parade.

Letztere ist ein Novum: Es sollen sechs oder sieben der schönsten Wagen hintereinander aufgestellt werden. Diese können dann nochmals eingehend vom Publikum betrachtet werden – natürlich mitsamt den zugehörigen Fasnächtlern. Neu ist auch die Black&White-Wagenbar, die von der Konfettispalterzunft statt einer Fasnachtsbeiz geführt wird. Sie ist an allen vier Tagen offen.

«Die traditionellen Beizli werden dieses Jahr komplett von befreundeten Vereinen geführt», erklärt Hugo Schmid und bedauert, dass die Mitglieder der Zunft rückläufig sind. «Wir schaffen das leider nicht mehr. Während die Guggen, in denen es vordergründig um Spass geht, allgemein eher Zulauf haben, sind wir organisatorisch tätig, was viel Zeit und Fronarbeit erfordert.» Das sei wohl weniger beliebt, mutmasst der Zunftmeister.

Kolorierte Fasnachts-Poster

Tradition haben auch die Poster, die für 30 Franken in den Verkauf gelangen, um die Zunftkasse zu unterstützen. Diesmal hat Zunftgrafiker Sepp Marty den Salomonstempel gezeichnet und koloriert. «Das Brugger Ferienhaus im Dorf Hemberg kennt fast jedes Kind», kommentiert Hugo Schmid, «ein typisches Brugger Motiv.»

Mit Flyern, Plakaten und im Internet wird die Brugger Fasnacht in den kommenden Tagen intensiv beworben. Die Macher hoffen aufs Wetter und freuen sich auf ein paar ausgelassene Tage.