Jägerstübli
Über Asylunterkunft soll erst nach Regierungsrats-Entscheid informiert werden

Die SVP-Fraktion reichte eine Interpellation zur allfälligen Asylunterkunft im Brugger Jägerstübli beim Regierungsrat ein. Der Regierungsrat hat nun genauer informiert.

Sarah Künzli
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Das «Jägerstübli» soll eine Asylunterkunft werden.

Das «Jägerstübli» soll eine Asylunterkunft werden.

Louis Probst

Der Stadtrat von Brugg lehnte im September ab, dass das Jägerstübli zur Asylunterkunft umgebaut wird. Daraufhin legte das Departement für Gesundheit und Soziales Beschwerde gegen den Entscheid ein. Nun muss der Gesamtregierungsrat über die Realisierung des Projekts entscheiden.

Die Idee einer Asylunterkunft im Jägerstübli kam vom Kantonalen Sozialdienst (KSD) aus. Diese seien dauerhaft auf der Suche nach Möglichkeiten für die Unterbringung von Asylsuchenden. «Dabei ergaben sich Kontakte mit dem Eigentümer der leer stehenden Liegenschaft ‹Jägerstübli›, die zur Konkretisierung des Vorhabens führten», schreibt der Regierungsrat.

Auf eine Informationsveranstaltung wird verzichtet

Eine Vorstellung des Projektes sei dem betroffenen Quartier Lauffohr mehrfach angeboten, aber nicht benutzt worden. Sie hätten aber jederzeit die Möglichkeit, mit dem Departement Gesundheit und Soziales beziehungsweise mit dem KSD Kontakt aufzunehmen und sich über das Projekt «Jägerstübli» zu informieren.

«Mit Blick auf den absehbaren Widerstand gegen das Vorhaben verzichtete das Departement Gesundheit und Soziales auf eine breite Informationsveranstaltung». Laut dem Regierungsrat wird das Departement für Gesundheit und der KSD über den Betrieb, die Betreuung und die Sicherheit detailliert informieren, sollte das Projekt nach der Entscheidung des Gesamtregierungsrates realisiert werden können.