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«Es bremst mich aus»: Was Mister Right an seiner Amtszeit nervt und welchen Plan er jetzt schmiedet

Im Oktober gewann Gabriele Cacioppo den Swiss Men’s Award, den «Männerpreis der Schweiz». Auch in der nächsten Runde des Wettbewerbs spielt der Umiker eine wichtige Rolle.

Maja Reznicek
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Die Teilnahme an der Messe «Auto Zürich» war für Autofan Gabriele Cacioppo (rechts) ein grosses Highlight. Neben ihm: Automechaniker Dennis Betschart.

Die Teilnahme an der Messe «Auto Zürich» war für Autofan Gabriele Cacioppo (rechts) ein grosses Highlight. Neben ihm: Automechaniker Dennis Betschart.

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Er hatte es sich anders vorgestellt. Als Gabriele Cacioppo vor vier Monaten den Titel «Mister Right Switzerland 2021» verliehen bekam, sollte ihn eine glanzvolle Amtszeit voller öffentlicher Auftritte erwarten. Der Umiker erzählt am Telefon:

«Am Anfang gab es auch noch einige Events und ich konnte mein Netzwerk ausbauen.»

Für das von der Thurgauerin Renata Angehrn kreierte Format, das an die abgesetzte Mister-Schweiz-Wahl erinnert, übernahm Cacioppo repräsentative Aufgaben an der Hochzeitsmesse «TrauDich!» und an der Preisverleihung des Swiss Influencer Awards. Auch die Teilnahme an der Messe «Auto Zürich» sei ein Highlight gewesen: «Für mich als Autofan ein Megaevent.»

An der Messe «Auto Zürich» ist auch Swiss-Men's-Award-Initiantin Renata Angehrn dabei (ganz rechts).

An der Messe «Auto Zürich» ist auch Swiss-Men's-Award-Initiantin Renata Angehrn dabei (ganz rechts).

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Doch dann machte die Pandemie dem frischgebackenen Träger des Swiss Men’s Award einen Strich durch die Rechnung. Diverse Anlässe seien im Zuge der verschärften Massnahmen abgesagt worden oder fänden in abgespeckter Variante statt, viele Sponsoren würden sich mit Investitionen zurückhalten, sagt Cacioppo.

Er wolle sich nicht beschweren, trotzdem: «Dass meine Amtszeit direkt in die Coronazeit fällt, nervt mich mega. Es bremst mich aus.» Der Gedanke an vertane Chancen kam ihm des Öfteren:

«Wen hätte ich alles an einem Event treffen können?»

Ganz klar ist für den 28-Jährigen aber, dass er nun vorwärts schaut. «Ich sehe die Situation als Challenge. Man muss anpassungsfähig sein im Leben.» Die bisherige Zeit als Award-Gewinner sei spannend gewesen und er stehe hinter dem Konzept des Wettbewerbs: «Es geht nicht nur um Aussehen, sondern auch um die Person und Charakterstärke.» Ausserdem hat Cacioppo schon eigene Projekte im Köcher.

Geheimes Projekt soll ihm zusätzliche Erfahrung verschaffen

Denn mit dem «Konzept für die Zukunft», das die Veranstaltenden des Swiss Men’s Award den Gewinnern versprechen, geht es bei Gabriele Cacioppo nur schleppend voran. Der hauptberufliche ICT-System-Manager bei Swisscom erklärt: «Im Hintergrund versuchen die Organisatoren sehr vieles. Es ist aber schwierig, weil ich nicht in allen Bereichen Erfahrung habe.» Er sei ein lösungsorientierter Mensch, darum wolle er die nötige Erfahrung nun mit einem eigenen Projekt sammeln.

Um was es sich genau handelt, kann der junge Mann mit italienischen Wurzeln noch nicht verraten. Sicher sei, dass es in Richtung Sportmoderation ginge. Cacioppo sagt:

«Das macht am meisten Sinn, ich lebe Fussball.»

Ebenso verfüge er als langjähriger Hobby-Schiedsrichter über die nötige Regelkenntnis.

Ausserdem kann der amtierende Mister Right doch noch an einigen Anlässen in diesem Jahr teilnehmen: beispielsweise am nächsten «Play for Charity» am 3. Juli 2022. Mit dem Anlass sollen Spenden für den gleichnamigen Verein des ehemaligen Swiss-Men’s-Award-Finalisten Remo Schmid generiert werden, der sich gegen Gewalt und sexuelle Belästigung bei Frauen einsetzt.

Im Juli treten gemäss Eventwebsite zwei Fussballteams aus «Legenden der Fussball-Nationalmannschaft», Prominenten und weiteren Gästen gegeneinander an. Cacioppo freut sich schon sehr auf den Anlass. Er verrät augenzwinkernd: «Darum wollte ich den Swiss Men’s Award überhaupt gewinnen.»

Wenn Cacioppo könnte, würde er wieder teilnehmen

Auch bei der vierten Runde des «Männerpreis der Schweiz» wird Gabriele Cacioppo dabei sein. Gemeinsam mit Vize-Mister-Right Philipp Ziltener und dem Drittplatzierten Berkant Oezpay beteiligt er sich an der Planung des Wettbewerbs. Unter anderem macht das Trio mit Werbevideos über Social Media auf die aktuelle Bewerbungsphase bis am 15. Februar aufmerksam.

Gabriele Cacioppo wirbt für die Teilnahme am Swiss Men's Award.

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Anmelden können sich Kandidaten ab 20 Jahren, die Deutsch sprechen und in der Schweiz leben. Zudem sei geplant, verrät Cacioppo, dass er wie Vorgänger René Brügger in der Award-Jury sitzen wird. «Sicher bin ich bei den Castings und Workshops der Teilnehmer dabei», fügt der Umiker an.

Neben Cacioppo sollen gemäss Mitteilung auch Box-Champion Stefan Angehrn, «Social-Media-Schwergewicht» Steven Epprecht, Moderator Sven Epiney und Schauspieler Gilles Tschudi die Kandidaten bis zum Final im Oktober begleiten. Auf der Website der Veranstaltung heisst es dazu:

«Du wirst in diversen Bereichen wie Moderation, Social Media und vielem mehr von Schweizer Persönlichkeiten im jeweiligen Bereich geschult und kämpfst in diversen Challenges nicht nur gegen deine Mitstreiter.»

In diesem Jahr steht dabei das Motto «Impress Yourself» im Zentrum. Der Mister Right 2021 fügt an: «Es ist mega, was geplant ist.» Und wenn er könnte, sagt Cacioppo mit einem Lachen, würde er wieder mitmachen.

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