Villnachern

Umwelt und Mobilität: Das Dorf will Nachhaltigkeit fordern

Im Alltag kommt der Gemeinderat kaum dazu, den Blick in die weitere Zukunft zu werfen. Hier soll eine Zukunftskommission Unterstützung bieten.

Der Villnacherer Gemeinderat setzt eine Kommission ein, welche den Fokus auf verschiedene Aspekte der Zukunft setzt.

Villnachern geht die Zukunft an. Der Gemeinderat hat beschlossen, eine Zukunftskommission einzusetzen. Zurzeit werden Mitglieder für die Kommission gesucht. Idealerweise fünf, mindestens aber drei Personen sollen Einsitz nehmen. Der Wunsch des Gemeinderats ist es, dass die Kommission gut durchmischt ist.

Und: Die Gemeinnützige Genossenschaft Villnachern soll in der Kommission vertreten sein. Gewählt werden die Mitglieder vom Gemeinderat, die Amtsdauer beträgt vier Jahre.
Hintergrund: Der Gemeinderat hat im Rahmen der Legislaturziele für die laufende Legislaturperiode beschlossen, das Thema Nachhaltigkeit in der Gemeinde zu fördern; nicht nur ökologische Nachhaltigkeit, sondern auch in der Gesellschaft und der Wirtschaft.

«In unserem Verständnis liegt die Hauptaufgabe des Gemeinderats massgeblich darin, die Zukunft der Gemeinde zu gestalten und nicht den aktuellen Zustand zu verwalten», sagt Vizeammann Richard Zickermann, der für die Kommission zuständig ist. «Leider bleibt dafür in der Realität im Milizsystem meistens zu wenig Zeit.»

Kommission soll globale und lokale Trends frühzeitig erkennen

Es sei eine grosse Herausforderung für eine kleine Gemeinde wie Villnachern, mit den aktuellen Entwicklungen Schritt zu halten. «Hier den richtigen Fokus innerhalb der Möglichkeiten zu setzen, ist eine anspruchsvolle Aufgabe», sagt Zickermann.

«Dieser Fokus muss sich an den heutigen und zukünftigen Bedürfnissen der Bevölkerung und den Ressourcen der Gemeinde orientieren.» Hierfür sei ein lokal verankerter pragmatischer Weitblick notwendig. Das könne eine Zukunftskommission erfüllen.

Im Mitteilungsblatt heisst es: «Die Kommission muss globale und lokale Trends frühzeitig erkennen und deren Bedeutung für die Gemeinde greifbar machen und entsprechende Massnahmen vorschlagen.»

Von dieser erhofft sich der Gemeinderat künftig Hilfe, die beschränkten zur Verfügung stehenden Mittel effizient im Sinne der 1600-Seelen-Gemeinde einzusetzen. Unterstützt wird der Gemeinderat in diesen Belangen übrigens auch vom Verein Zukunftsregion Argovia.

Dieser will Inputs bringen bezüglich Energie, Mobilität und Gebäude. Vertreter verschiedener Aargauer Städte und Gemeinden, des Kantons, kantonaler und städtischer Energieversorger und der Forschung haben sich zusammengeschlossen, um eine nachhaltige Entwicklung voranzutreiben.

Themen wie Energie, Mobilität, Natur und Umwelt behandeln

Nachhaltig soll die Entwicklung eben auch in Villnachern sein. Die Sensibilisierung der Gemeinde auf Nachhaltigkeit gehört zu den Pflichten der Zukunftskommission. Darunter fällt beispielsweise die Unterstützung und Förderung einer nachhaltigen Energiepolitik, Unterstützung einer «Sharing Economy» und stetige Versorgung der Bevölkerung mit Informationen.

Der Gemeinderat erhofft sich weiter Unterstützung und Beratung bei Themen wie zum Beispiel Energie, Mobilität, Verkehr, Standortattraktivität, Wirtschaftsaspekte, Soziale Aspekte, Natur- und Umwelthemen und Zukunft Raumplanung für Villnachern.

Wichtig: Die Kommission hat gemäss Pflichtenheft gegenüber dem Gemeinderat beratende und antragsstellende Befugnisse. Sie hat keine eigene Entscheidungskompetenz. Die Kommission ist im Einvernehmen mit dem Ressortvorsteher aber berechtigt, die zur Ausführung ihres Auftrags notwendigen Erhebungen zu machen und Kontakte zu pflegen. Die Kommission soll mindestens einmal im Jahr tagen. Die Entschädigung erfolgt gemäss Spesenreglement der Gemeinde.

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