Öffentlicher Verkehr

Unverständliche Ticketpreise - doch Abhilfe ist nicht in Sicht

Schinznach-Bad ist nicht in der gleichen Zone wie Brugg.

Schinznach-Bad ist nicht in der gleichen Zone wie Brugg.

Zwar bespricht der A-Welle-Rat den Antrag des Brugger Stadtrats. Dass die Zusammenlegung von Tarifzonen kommt, ist aber mehr als unsicher.

Per 1. Januar 2020 haben die Stadt Brugg und die Gemeinde Schinznach-Bad fusioniert. Nicht fusioniert wurde die Tarifzone der A-Welle. So kostet heute ein Ticket von Brugg nach Schinznach-Bad – also innerhalb des Perimeters der Stadt – mehr, als beispielsweise ein Ticket in die Nachbargemeinde Villnachern. Zum Vergleich: Die einfache Fahrt von Brugg nach Schinznach-Bad mit Halbtax schlägt mit Fr. 3.40 zu Buche, die Fahrt nach Villnachern Dorf mit Fr. 2.80.

In der Folge stellte der Brugger Stadtrat – auch nach Druck von aussen – beim A-Welle-Rat den Antrag, die Tarifzonen 550 und 551 zusammenzulegen. Dieser wird in der nächsten ordentlichen Sitzung des A-Welle Rats – der ersten ordentlichen Sitzung seit Beginn der Coronakrise – am 9. September behandelt. Allerdings: Dass der Zusammenlegung stattgegeben wird, dürfte unwahrscheinlich sein, sagt Monika Moritz, Projektleiterin und stv. Geschäftsführerin des Tarifverbunds A-Welle. Grund dafür: Geopolitische Veränderungen von Gemeinden wie Gemeindefusionen seien kein geeignetes Kriterium für die Zonenbildung, «denn ein Zonenplan ist immer eng mit Tarifaufbau und -niveau verknüpft, um den Ertragsausfall und damit die finanzielle Belastung der öffentlichen Hand tief zu halten», erklärt Moritz.

Tarifzonen werden grundsätzlich anhand folgender Hauptkriterien gebildet: Nachfrage bzw. Verkehrsströme, finanzielle Rahmenbedingungen der Kantone, öV-Angebot (Streckenlänge und Fahrplandichte) sowie Vernetzung in der Zone (städtische Zone mit vielen Linien oder ländliche Zone mit nur einer Strecke). (jam)

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