Villigen
Der Mittagstisch startet unter neuer Führung in das Schuljahr

In Villigen wird das beliebte Mittagstischangebot in den Gemeindebetrieb überführt. Für Stabilität sorgen bewährte Betreuungspersonen.

Michael Hunziker
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Neue Organisation für den Mittagstisch (von links): Peter Grünig (Schulleiter), Katharina Barten (Betreuung), Nicole Läng (Leitung), Erika Landolt (Betreuung), Annelis Berner (ehemalige Gemeinderätin und Präsidentin) sowie Daniela Cipolat (Gemeinderätin).

Neue Organisation für den Mittagstisch (von links): Peter Grünig (Schulleiter), Katharina Barten (Betreuung), Nicole Läng (Leitung), Erika Landolt (Betreuung), Annelis Berner (ehemalige Gemeinderätin und Präsidentin) sowie Daniela Cipolat (Gemeinderätin).

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Mit Rindsgeschnetzeltem, Schupfnudeln und Kohlrabi startet der Mittagstisch in Villigen in das neue Schuljahr. Und mit einer neuen Organisation. Das beliebte Angebot wird offiziell in den Gemeindebetrieb integriert. Die bisherige Vereinsstruktur hat ausgedient.

Um 13 Uhr am Montag herrscht eine heitere Stimmung im Pavillon der Schule. Das Geschirr ist weggeräumt, eine Schar munterer Kinder geniesst auf dem Vorplatz die Sonnenstrahlen und die freien Minuten bis zum Start des Nachmittagsunterrichts. Die gut gelaunten Verantwortlichen des Mittagstischs, die rund um den grossen Tisch Platz nehmen, sind zufrieden mit der erfolgreichen Eröffnung unter der Führung der Gemeinde.

Suche nach geeigneten Räumlichkeiten war eine Herausforderung

Das tolle Angebot werde sich weiterhin positiv entwickeln, zeigt sich Gemeinderätin Daniela Cipolat überzeugt. Gross ist ihre Freude darüber, dass bewährte Betreuungspersonen auch künftig mit von der Partie sind und dem Angebot die nötige Stabilität geben. Als Dank dürfen die Frauen je eine prall gefüllte Guetzlidose entgegennehmen. Der Mittagstisch, fügt Daniela Cipolat an, habe eine kurze, aber bewegte Geschichte hinter sich und sei kontinuierlich gewachsen.

Unter der Federführung der damaligen Gemeinderätin Annelis Berner nahm der Verein Mittagstisch Villigen den Betrieb mit Beginn des Schuljahrs 2017/18 auf – verbunden mit viel Herzblut und viel ehrenamtlichem Engagement. Das Unterfangen sei nicht ganz einfach gewesen, die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten eine Herausforderung, blickt Annelis Berner zurück. Am Anfang war der Mittagstisch im Musikzimmer einquartiert, mit der Eröffnung des neuen Kindergartens erfolgte der Umzug in den Pavillon.

Es handle sich um einen sensationellen, grossen Raum, wie Annelis Berner bemerkt. Die Kinder könnten sich im Freien austoben, sich aber auch zurückziehen, ein Buch lesen oder die Hausaufgaben lösen.

Essen kommt vom Alters- und Pflegeheim in Würenlingen

An der Gemeindeversammlung im November 2019 wurde der Überweisungsantrag gestellt, das Mittagstischangebot per Schuljahr 2020/21 in den Gemeindebetrieb zu überführen. Diese Überführung genehmigten die Stimmberechtigten im November des vergangenen Jahres.

Durchgeführt wird der Mittagstisch dreimal pro Woche. Besucht wird er jeweils durchschnittlich von 6 bis 12 – es können auch einmal 15 sein – Mädchen und Buben vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse. Für Verpflegung sowie Aufsicht und Betreuung werden pro Besuch und Kind 15 Franken verrechnet.

Ein grosser Vorteil für die Eltern besteht in den flexiblen An- und Abmeldemöglichkeiten. Das Angebot, gibt Annelis Berner zu bedenken, stehe und falle mit dem guten Essen. Dieses konnte von Beginn weg vom Alters- und Pflegeheim in Würenlingen bezogen werden. «Das hat immer bestens geklappt.»

Problemlos geklappt hat auch die Ablösung von der Vereinsstruktur, hält Schulleiter Peter Grünig fest. Erarbeitet wurden die Grundlagen von einer Gruppe bestehend aus Vertretern des Vereins Mittagstisch, der Schule sowie der Gemeinde. Der Übergangsprozess sei reibungslos verlaufen. «Es ist schön, so arbeiten zu können.»

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