Villigen
Gemeindevertreter haben gelernt, wie man Neophyten wirksam bekämpft

Unter der Ägide des Planungsverbands Brugg Regio wurde in einem Gemeindeseminar an praktischen Beispielen gezeigt, wie man mit gebietsfremden Pflanzen umgehen soll. Für die Bevölkerung wird nun ein Merkblatt erarbeitet, das ab Ende Juli erhältlich sein wird.

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Beim Gemeindeseminar in Villigen geht es um Neophytenbekämpfung.

Beim Gemeindeseminar in Villigen geht es um Neophytenbekämpfung.

Bild: zvg/Brugg Regio

Ob Ambrosia, Asiatischer Laubholzbockkäfer oder Japanknöterich: Gebietsfremde Arten (Neobiota) breiten sich in der Schweiz immer mehr aus und verursachen dabei je nach Art Schäden an Gesundheit, Infrastruktur, in der Landwirtschaft und Biodiversität. Je erfolgreicher gebietsfremde Arten bekämpft werden, desto tiefer dürften mit der Zeit die Kosten für deren Bekämpfung werden, schreibt das Bundesamt für Umwelt dazu. Umgekehrt werde die Bekämpfung teurer, je länger man damit zuwarte.

Ob am Waldrand oder am Aareufer: Neophyten kommen an verschiedenen Stellen vor.

Ob am Waldrand oder am Aareufer: Neophyten kommen an verschiedenen Stellen vor.

Bild: zvg/Brugg Regio

Die Arbeitsgruppe Natur und Landschaft (Arna) von Brugg Regio ist sich dieser Problematik bewusst und geht das Thema – als Aufgabe aus dem Regionalentwicklungskonzept (REK) des Planungsverbands – aktiv an. Sie organisierte dazu ein Gemeindeseminar, das am Dienstag in Villigen stattfand. Brugg Regio schreibt:

«Das Ziel bestand darin, die Strategie der Neophytenbekämpfung von Villigen als konkretes Fallbeispiel mit Praxisempfehlungen den Teilnehmenden weiterzugeben.»

Der Villiger Gemeinderat Peter Gut habe gemeinsam mit Willi von Atzigen, Präsident Natur- und Vogelschutzverein Geissberg, sowie Ulysses Witzig von der Creanatira GmbH durch die Natur geführt zu verschiedenen Neophytenstandorten. Erklärt wurde anhand praktischer Beispiele die Komplexität und die Möglichkeit der Bekämpfung von gebietsfremden Pflanzen. In einer eindrücklichen Demonstration wurde auch die ökologische Bekämpfung mit Wasserdampf vor Ort demonstriert.

Mit 180 Grad heissem Wasserdampf werden die Neophyten vernichtet.

Mit 180 Grad heissem Wasserdampf werden die Neophyten vernichtet.

Bild: zvg/Brugg Regio

Als Abschluss des Anlasses fanden die rund 30 Teilnehmenden bei Wurst, Brot und kühlenden Getränken die Gelegenheit zum regen Erfahrungsaustausch.

Die Gemeindevertreter machen in Villigen an verschiedenen Orten Halt.

Die Gemeindevertreter machen in Villigen an verschiedenen Orten Halt.

Bild: zvg/Brugg Regio

Landschaftsarchitekt Victor Condrau von der Düco GmbH, Niederlenz, wird im Auftrag von Brugg Regio ein Merkblatt erarbeiten, das den Gemeinden und Interessierten unterstützend den Anreiz geben soll, die Neophytenbekämpfung weiter voranzutreiben. Das Merkblatt liegt laut Planungsverband Ende Juli vor und kann in digitaler Form oder als Broschüre kostenlos bei Brugg Regio bestellt werden: info@bruggregio.ch, Telefon: 056 560 50 00. (az)

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